Die Polizei Stuttgart konnte in beiden Fällen die Tatverdächtigen fassen. Foto: dpa (Symbolbild)

Zwei Taten in einer Nacht erzählen ähnliche Geschichten: Die Frauen vertrauen ihren Begleitern – und werden dann in Stuttgart zu Opfern.

Stuttgart - Zwei mutmaßliche Vergewaltiger hat die Polizei in der Nacht zum Freitag festgenommen. Ein 27 Jahre alter Mann soll eine Frau in einem Feuerbacher Hotelzimmer vergewaltigt haben, ein 44-jähriger Mann verging sich in Untertürkheim auf einem Parkplatz an einer Frau. Die beiden Geschichten haben eins gemeinsam: Beide Frauen hatten den Männern offenbar vertraut und waren mit ihnen mitgegangen.

Im Feuerbacher Fall ist die 22-jährige Frau mit einem Bekannten mitgegangen, den sie „schon seit einiger Zeit flüchtig gekannt“ habe, berichtet die Polizei. Sie sei mit dem Mann, einem Stuttgarter, bis in die frühen Morgenstunden unterwegs gewesen. „Sie sagte, sie habe keine Möglichkeit mehr gehabt, nach Esslingen zu fahren, wo sie wohnt“, so ein Sprecher der Polizei. Daher habe der Mann angeboten, dass sie bei ihm übernachten könnte – und zwar in einem Hotelzimmer.

Beim Duschen greift der Mann die Frau an

Geschlafen wurde dort nur kurz. Bereits um 7 Uhr sei die Frau wieder aufgestanden und wollte duschen gehen. Doch der Mann „zerrte sie ins Bett und vergewaltigte sie“, meldet die Polizei. Die Frau konnte nach der Tat flüchten, weil der Mann eingeschlafen war. Von der Rezeption aus rief sie die Polizei. Die Beamten nahmen den Mann im Zimmer fest. Warum er für die Nacht das Hotelzimmer angemietet hatte, ist laut der Polizei noch nicht bekannt. Sie weiß aber um seine Vergangenheit: Der Mann hat ein langes Vorstrafenregister, unter anderem wegen Körperverletzung, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und sexueller Beleidigung ist er aktenkundig.

Früher in der selben Nacht war die Polizei wegen eines Sexualdeliktes nach Untertürkheim ausgerückt. Das Opfer, eine 55-Jährige, konnte durch Schreie auf ihre Notlage aufmerksam machen, als der Tatverdächtige im Auto zudringlich geworden sein soll. Ein Zeuge, der das hörte, reagierte richtig und wählte den Notruf, meldet die Polizei.

Die Frau hatte den 44-jährigen Mann in einer Kneipe kennengelernt, einem Bistro in der Nähe des Untertürkheimer Bahnhofs. Als sie gegen 1.30 Uhr den Heimweg antreten wollte, habe der Mann angeboten, sie heimzufahren. Die Frau ließ sich zu dieser vorgerückten Stunde darauf ein.

Der Mann fuhr aber nicht los, sondern bedrängte die Frau. Zum Geschlechtsverkehr sei es nicht gekommen, er habe jedoch sexuelle Handlungen gegen ihren Willen an ihr vorgenommen. Die vom Zeugen alarmierte Polizei machte die Frau und ihren Peiniger in einem Ford auf dem Parkplatz ausfindig und nahm den 55-jährigen Tatverdächtigen daraufhin fest. Auch er kam vor einen Richter und sitzt nun in Untersuchungshaft.

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