Wie hier bei Schulkindern sind nun auch für Kita-Kinder regelmäßige Tests geplant. Foto: dpa/Matthias Balk

Zwei Mal pro Woche sollen die Kinder abgestrichen werden, um das Ansteckungsrisiko auch für die Jüngsten und das Personal zu senken. Die Stadt Stuttgart hatte allein für die Test-Kits schon Kosten in Höhe einer dreiviertel Million Euro einkalkuliert.

Stuttgart - Stuttgart hat vor acht Tagen die Beschaffung und Finanzierung von 120 000 Corona-Selbsttests für Kitas angekündigt, jetzt zieht auch das Land mit: Baden-Württemberg und die Kommunen haben sich auf eine gemeinsame Finanzierung von Corona-Schnelltests an Kitas, Kindergärten und in der Tagespflege verständigt, teilt das Staatsministerium am Mittwoch mit. Die Finanzierungszusage gelte „vorbehaltlich einer Übernahme der Kosten durch den Bund“.

Auch freie und kirchliche Träger profitieren

Vereinbart wurde, dass Städte und Gemeinden Kita-Kinder zwei Mal wöchentlich testen. Die Finanzierung der Schnelltests für Kinder bis drei Jahren erfolge über die Betriebskosten der Kindertagesstätten, woran sich das Land grundsätzlich mit 68 Prozent beteilige. Bei Drei- bis Siebenjährigen übernehme das Land 30 Prozent der Kosten, die Träger der Einrichtungen 70 Prozent. Die Erstattung durch das Land werde proportional an freie und kirchliche Träger weitergeleitet. Kabinett und Finanzausschuss müssen der Vereinbarung noch zustimmen.

Stadt hat den ersten Schritt gemacht

Die Test-Kits müssen die Kita-Träger selbst beschaffen und auch die Logistik der Testungen selbst organisieren. Mögliche Abläufe waren in Stuttgart bereits in der Diskussion. So könnte der Test eventuell von Eltern zu Hause oder in der Kita oder vom Personal im Beisein der Eltern in der Kita vorgenommen werden. In Stuttgart profitieren rund 30 000 Kinder davon, die in 160 Kindertageseinrichtungen verschiedener Träger betreut werden. Der Beschluss, für die Beschaffung rund 745 000 Euro vorzuschießen, bis der Bund die Kosten übernimmt, ist Ende März in einer Eilentscheidung von Frank Nopper (CDU) in Abstimmung mit den Ratsfraktionen gefasst worden. „Wenn wir die Kitas weiter geöffnet halten wollen, müssen wir zu einer Testoffensive übergehen“, hatte der OB betont.

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