Zwischen Neuhausen und Wendlingen steht neben der A 8 bereits die neue Bahnbrücke. Die Anbindung der Strecke bei Wendlingen an Gleise aus Tübingen ist umstritten Foto: Leif Piechowski

Zwei Gleise sind besser als nur eines, denn auf diesem müssen Züge in zwei Richtungen fahren. Die FDP im Landtag und der Verkehrsclub VCD haben daher neue Forderungen nach dem Bau eines zweiten Gleiskurve bei Wendingen zum Anschluss der von Tübingen kommenden Strecke an die neue ICE-Verbindung Stuttgart-Ulm gefordert.

Stuttgart - Das Bundesverkehrsministerium hat die Debatte über einen zweiten Schienenstrang bei der bisher eingleisig geplanten Wendlinger Kurve neu belebt. In der Studie zum Deutschland-Takt auf der Schiene, der bis 2030 Verbesserungen im Bahnverkehr vorsieht, wird die Wendlinger Kurve als Engstelle identifiziert. Der eingleisige Neubau ist Teil des Projekts Stuttgart 21. Er bindet die Strecke aus Tübingen an die neue ICE-Strecke Stuttgart–Ulm an.

Der Bau eines zweiten Gleises war bei der Stuttgart-21-Schlichtung mit Heiner Geißler heftig diskutiert und von Projektkritikern gefordert worden. Der Landtagsabgeordnete Jochen Haußmann (FDP) hat die Landesregierung jetzt aufgefordert, erneut um die sogenannte große Wendlinger Kurve, also ein zweites Gleis, zu kämpfen. Es mute geradezu grotesk an, dass der Bund eine Machbarkeitsstudie vorlege, aber keine Konsequenzen ziehen wolle. Der offensichtliche Engpass bei Stuttgart 21 müsse geweitet werden, fordert der Verkehrsclub Deutschland. Der Bund habe den Bau abgelehnt, weil er ihn als Teil von S 21 sehe und nicht bezahlen wolle, so Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Er will den Bund erneut zum Bau auffordern.

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