Die ersten Neubauten stehen schon auf dem Danfoss-Areal Foto: Horst Rudel

Die Stadt Esslingen sollte die von ihr geplante, überstürzte Genehmigung für den Daimler-Neubau auf dem Danfoss-Areal.

Esslingen - Muss es wirklich so schnell gehen? Und muss die Stadt tatsächlich auf 300 Arbeitsplätze verzichten, wenn sie, statt das Daimler-Projekt im Danfoss-Areal nun überstürzt zu genehmigen, zunächst das Bebauungsplanverfahren mit allen darin vorgesehenen Bürgerbeteiligungsprozessen sauber zu Ende bringt, ehe sie dem Investor Greenfield Developement den Neubau ermöglicht?

Die aktuelle Situation in der Pliensauvorstadt erinnert stark an die graue, reichlich düstere Steinzeit der Bürgerbeteiligungsprozesse in Esslingen. Trotz aller Lippenbekenntnisse, dass man die Rechte der Bürger und deren Meinung ernst nehme, scheinen im Danfoss-Areal der Stadtverwaltung einmal mehr die Interessen des Investors und die des als Mieter bereitstehenden Weltkonzerns wichtiger zu sein als die Sorgen und Ängste der Menschen in der Esslinger Pliensauvorstadt.

Es braucht schon eine gehörige Portion Missachtung und Überheblichkeit gegenüber den Bürgern, um bei einem derart sensiblen Thema ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren überhaupt in Betracht zu ziehen. Keine Frage, Daimler soll in Esslingen bauen dürfen – aber bitte erst, wenn alle Bedenken ausgeräumt sind.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: