Auf vielen Fernbedienungen gibt es schon eine eigene Netflix-Taste. Der Streamingdienst kalkuliert, dass er seinen Kunden mehr wert sei als bisher. Foto: dpa

Von allen Streamingdiensten hat Netflix das eindrucksvollste Aufgebot an Eigenproduktionen. Das will die Firma sich von ihren Kunden nun teurer bezahlen lassen.

Los Gatos - Der Videostreamingdienst Netflix macht in Deutschland zwei von drei seiner Abo-Varianten teurer. Lediglich der Preis des günstigsten Angebots, bei dem man Netflix auf nur einem Gerät und ohne HD-Qualität nutzen kann, bleibt unverändert bei 7,99 Euro pro Monat. Der Preis der mittleren Tarifstufe, in der HD-Auflösung und die Nutzung auf einem weiteren Gerät dazukommen, steigt von 10,99 auf 11,99 Euro pro Monat, wie Netflix in der Nacht zum Donnerstag, 11. April 2019, bekanntgab.

Preisrunde zuerst in Deutschland

In der teuersten Variante, die noch bessere Ultra-HD-Qualität beim Bild sowie hochwertigeren Sound bei gleichzeitiger Nutzung auf bis zu vier Geräten beinhaltet, werden nun 15,99 statt bisher 13,99 Euro fällig. Für Neukunden greift die Erhöhung sofort, für bestehende Nutzer bei der nächsten monatlichen Abo-Verlängerung. In den USA hatte Netflix zuletzt im Januar seine Abos teurer gemacht. Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein sind die ersten Märkte in Europa, die von dieser Preisrunde betroffen sind.

Netflix begründet die Preiserhöhungen vor allem mit dem breiten Angebot an Eigenproduktionen, für die der Streamingdienst viel Geld ausgibt. Bisherige Preisrunden überstand Netflix ohne Nutzerschwund. Der Dienst hat nach jüngsten Angaben 5,2 Millionen Nutzer in Deutschland und insgesamt gut 139 Millionen weltweit.

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