Halt mal! Cem Özdemir beim Stockacher Narrengericht Foto: dpa/Patrick Seeger

Das Stockacher Narrengericht war überschattet vom Anschlag von Hanau. Aber die Grünen Özdemir und Kretschmann gingen mit der Situation gefühlvoll um – und starteten einen satirischen Abend.

Stockach - Darf man am Tag nach dem Terroranschlag von Hanau die Fasnet feiern? Das hat auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu Beginn des traditionellen Narrengerichts in Stockach gefragt. Entschieden verurteilte er die Tat als „Anschlag auf den inneren Frieden“. Ein Fest, wie das „Hochamt der Fasnet“, das Narrengericht in Stockach, sieht er als die richtige Antwort „gegen Terror, Fanatismus, Verblendung und Hass“. Ein solches „Friedensfest soll ein Signal genau gegen solche Taten sein“, schickte Kretschmann von der Bühne der Jahnhalle vor den 1200 bunt kostümierten Gästen der Veranstaltung voraus. Die kommentierten das mit zustimmendem Applaus. Dass mit Cem Özdemir, dem Uracher mit türkischen Wurzeln, ein Angeklagter vor dem Narrengericht stand, der genau in das Raster von Tätern wie dem Verdächtigen in Hanau passt, gab der Veranstaltung eine besondere Note.

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