Finanzexperten raten dazu, grundsätzlich keine Scheu davor zu haben, alle seine Ausgaben anzugeben – egal ob Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen. Foto: Fotolia/© Marco2811

Steuern sollte jeder nur so viel zahlen wie nötig. Deshalb müssen Verbraucher ihre Steuererklärung­ gründlich prüfen. Ein Zahlendreher genügt, schon ist die Steuer zu hoch. Experten geben Tipps, um Fehler zu vermeiden.

Berlin/Neustadt -

Fehler 1: Fehlende Belege

Wer im Laufe des Jahres keine Nachweise und Belege für seine Ausgaben sammelt, der wird die Kosten schwerlich absetzen können. Daher rät die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) dazu, alle Quittungen und Belege übers Jahr in einem Karton zu sammeln. In diesen gehören Bescheinigungen über Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld oder Elterngeld. Wichtig sind auch Steuerbescheinigungen über Kapitalertragsteuer oder Zinsabschläge zum Beispiel aus Aktienfonds. Spendenbescheinigungen oder Zuwendungsbestätigungen gehören in den Karton und der Nachweis von außergewöhnlichen Belastungen. Dazu zählen Krankheitskosten, Pflege- und Pflegeheimkosten, Unterhaltskosten, Beerdigungskosten.

Zahlen nahe Verwandte füreinander Unterhalt, braucht es einen Nachweis der Unterhaltsbedürftigkeit. Studiert das eigene Kind, sollte man eine Immatrikulationsbescheinigung beilegen. Wichtig ist auch die Bescheinigung über geleistete Altersvorsorgebeiträge wie die Riester-Rente und eine Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen. Man kann noch mehr in die Steuererklärung eintragen – wie Kinderbetreuungskosten oder Werbungskosten und Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen.

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