Die Schauspielerin Cate Blanchett ist für die Video-Installation „Manifesto“ in 13 verschiedene Rollen geschlüpft Foto: dpa

Für die Video-Installation „Manifesto“ des deutschen Künstlers Julian Rosefeldt in der Staatsgalerie Stuttgart ist die Schauspielerin Cate Blanchett in 13 verschiedene Rollen geschlüpft.

Stuttgart - Sie tritt mal als tätowierte Punkerin auf, mal als Börsenmaklerin oder Lehrerin: Für die Video-Installation „Manifesto“ des deutschen Künstlers Julian Rosefeldt ist die Schauspielerin Cate Blanchett in 13 verschiedene Rollen geschlüpft. Seit Donnerstag flimmern die zehnminütigen Filmclips mit ihr über Leinwände in der Staatsgalerie Stuttgart. Der Hollywoodstar trägt darin Textcollagen von Manifesten vor, die Künstler des 20. Jahrhunderts wie Tristan Tzara, André Breton oder Kasimir Malewitsch verfasst haben.

„Mit der Installation gelingt es, künstlerische Manifeste so aufzubereiten, dass sie ein breites Publikum erreichen“, sagte Christiane Lange, Direktorin der Staatsgalerie. Rosefeldt erklärte: „Die Arbeit ist ein wunderbares Lehrstück darüber, dass man verbal aufbegehren darf, wenn man etwas Wichtiges zu sagen hat.“

Er hatte die Schauspielerin nach eigenen Angaben zufällig kennengelernt. Gedreht wurde innerhalb von zwei Wochen. „Manifesto“ war bereits in Berlin zu sehen, parallel läuft die Ausstellung in Museen in Hannover, Sydney und New York.

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