Wie viel Eltern für die Kinderbetreuung bezahlen, unterscheidet sich je nach Wohnort enorm. Nun hat Berlin als erstes Bundesland die Gebühren komplett abgeschafft. Ein Vorbild für Baden-Württemberg? SPD-Fraktionschef Andreas Stoch gibt im Video Antworten dazu.

Stuttgart - Sozialpolitischer Meilenstein in Berlin: Eltern müssen für die Betreuung ihrer Kinder in Kitas oder bei Tagesmüttern künftig generell keine Beiträge mehr zahlen. Ab 1. August kostet die Kinderbetreuung auch für Kinder unter einem Jahr nichts mehr; die anderen fünf Jahre vor Schulbeginn waren schon seit 2007 schrittweise beitragsfrei gestellt worden.

Wie viel geben Eltern im Land für die Kita aus?

Ganz anders ist das in Baden-Württemberg. Hier geben Eltern im Schnitt 6,5 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Kita aus. Die Zahl stammt aus einer im Mai 2018 veröffentlichten Bertelsmann-Studie. Nicht nur zwischen den Bundesländern, sondern auch innerhalb eines Landes kann es je nach Gemeinde große Unterschiede bei den Kosten geben. Außerdem kommt die Studie zu dem Schluss: Einkommensarme Familien werden bei Kita-Beiträgen überproportional stark belastet. Zwar sind die Gebühren vielerorts nach Einkommen gestaffelt - Haushalte unterhalb der Armutsrisikogrenze müssen aber einen nahezu doppelt so hohen Anteil ihres Einkommens für die Kita aufwenden wie finanziell besser gestellte Familien.

Das fordert SPD-Fraktionschef Stoch

Was sollte sich in Baden-Württemberg bei den Kosten für die Kinderbetreuung ändern? Wäre komplette Gebührenfreiheit finanzierbar? Woran scheitert die Umsetzung? Das haben wir Andreas Stoch, Fraktionschef der SPD im baden-württembergischen Landtag, bei seinem Besuch in unserer Redaktion gefragt.

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