Weiße Stände vor dem Opernhau stehen für das Sommerfest. Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky

Das Stuttgarter Sommerfest vor der Kulisse von Neuem Schloss, dem Königsbau und dem Opernhaus ist ein Event mit fünf Sternen. Von diesem Donnerstag bis Sonntag werden wieder eine halbe Million Besucher erwartet – und das müssen Sie wissen.

Stuttgart - Feiern, flanieren, flirten und dinieren: Vier Tage lang verzaubert das Sommerfest als Höhepunkt der sommerlichen Vergnügungen die Stadt. Erwartet werden eine halbe Million Besucher – und das müssen sie über das Fest wissen.

Was macht dieses Fest einmalig?
Jossi Wieler, der ehemalige Opernintendant, hat es kurz vor seinem Abschied den Stuttgartern noch einmal ans Herz gelegt: Sie sollen und können stolz sein auf ihre Stadt und ihre vielen Attraktionen. Das Sommerfest gehört dazu als Event mit mindestens fünf Sternen. Denn wo könnte es in diesen Tagen schöner sein als in Stuttgart? Königsbau, Neues Schloss, Opernhaus, ein idyllischer Park mit sprudelnden Brunnen und einem See: Kaum ein Stadtfest hat eine ähnlich traumhafte Kulisse zu bieten. Was 1991 als elegantes und festliches Finale der Rad-Weltmeisterschaften seine Premiere erlebte, ist aus Stuttgart als Höhepunkt der sommerlichen Vergnügungen nicht mehr wegzudenken. Mit Zelten und Pagoden in edlem Weiß, stimmungsvollem Ambiente und einer hinreißenden Illumination nach Sonnenuntergang. Genuss für alle Sinne verspricht ­Andreas Kroll, Geschäftsführer des Veranstalters in.Stuttgart, auch für die 28. Auflage des Sommerfestes, das all die Jahre Stil und Niveau gehalten hat. Dank ambitionierter Anstrengungen und eines hohen Aufwands, betont Kroll.
Wo findet das Fest statt?
Im Herzen der Stadt, dort, wo sie am schönsten ist: im Schlossgarten rund um den Eckensee, auf dem jeden Abend Hunderte von Lichtern erglühen. Und am Schlossplatz, einem der schönsten Plätze Deutschlands, der sogar den europäischen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Die Zelte der Gastronomen stehen rund um die Jubiläumssäule, in den Alleen zum Neuen Schloss und vor dem Königsbau.

Auf unserer Karte informieren wir über die Standorte der Sommerfest-Angebote.

Wann darf gefeiert werden?
Vier Tage lang, von diesem Donnerstag, 2. August, bis einschließlich Sonntag, 6. August. Die offizielle Eröffnung ist am Donnerstag um 17 Uhr, serviert wird in den Gastronomiezelten und an den Bars aber bereits spätestens ab Mittag. Die ersten Genießer kehren bereits dann zum gepflegten Lunch bei ihrem Lieblingswirt ein, wenn noch genügend Plätze frei sind und kein Trubel herrscht. Reguläre Öffnungszeit ist am Freitag, Samstag und Sonntag um 11 Uhr, am Donnerstag erlöschen die Lichter bereits um Mitternacht, am Freitag und Samstag schlägt die Sperrstunde um 2 Uhr früh und am Sonntag um 23 Uhr. Die Musiker müssen schon um 1 Uhr nachts mit Rücksicht auf den Schlaf der Bürger den Stecker ziehen.
Was servieren die Wirte?
Alles, was Genießerherz und Gaumen begehren. „Wir haben an 30 Ständen wieder eine große Vielfalt an kulinarischen Köstlichkeiten, das ist einfach einmalig“, versichert Marcus Christen von in.Stuttgart. Beispiele gefällig? Holger Looß bringt von seiner Fischhalle & Austernbar in der Markthalle Sommeraustern, Crevetten, Lachstatar und bretonische Fischsuppe mit, in der Desirée-Dependance locken spanische Pinchos und im Empore-Ableger italienische Spezialitäten. Das Tower 66 Steakhouse setzt auf US-Style mit Burger, Pulled Pork und Steaks, äußerst fleischhaltig geht es auch bei Tobias Faude (Bootshaus Böblingen) und bei Jean-Remy Butterlin zu. Klassische Renner: Alles, was beim Flanieren unkompliziert aus der Hand gegessen werden kann – Flammkuchen, Pizzaecken oder die Panzerotti von Filomena Parrotti vom Dolce Forno.
Was wird getrunken?
Alkoholisches und Nichtalkoholisches. Von Teinacher kommen erfrischende und neue Limonadenmischungen. Die Brauerei Dinkelacker, seit Beginn der Sommerfeste fester Partner, baut 35 Ausschankstellen auf und bietet aus der Brauwerkstatt vier Neuheiten an: das Hopfenwunder, das Summer Ale, ein alkoholfreies Kellerbier und das trendige India Pale Ale, kurz IPA-Bier genannt, das auf die Engländer zurückgeht, die ein Bier brauten, das den langen Transport in ihre Kolonie Indien überstanden hat. Auf den Weinkarten der Stände muss neben italienischen, spanischen oder französischen Erzeugnissen auch ein Stuttgarter, zum Beispiel vom Collegium Württemberg, von Weinfactum, der Weinmanufaktur Untertürkheim sowie den Fellbacher Weingärtnern stehen, die Sponsoren sind. Cocktails wie Caipirinha, Pina Colada oder ein Fruit Punch mit ordentlich Rum geben das richtige Urlaubsfeeling. Und wer’s ganz luxuriös mag: Auch Champagner ist im Angebot.
Wo spielt die Musik
Auf vier Bühnen: am Musikpavillon, an der Schlosstreppe am Schlossplatz, auf der Schlosstreppe am Theatersee und auf der Treppe zum Opernhaus. 25 Bands und Live-Musiker bieten an allen vier Tagen mehr als 100 Stunden Live-Musik mit Rock, Pop, Soul, Jazz, Salsa, Schlager und Operette. Das Musikprogramm beginnt täglich um 17 oder 18 Uhr.
Wie viele Besucher werden erwartet?
„Wir sind sicher, dass wir wieder eine halbe Million Besucher erreichen werden“, ist Andreas Kroll überzeugt.
Wie kommt man zum Fest?
Am besten ohne Auto. Stattdessen mit dem ÖPNV: Die Stuttgarter Straßenbahnen bieten mit einem 15-Minuten-Takt auf den Linien und einem anschließenden Nachtbus-Service einen Genuss von Bier, Wein und Caipi ohne Reue.
Wie wird das Wetter?
Was für eine Frage! Heiß und sonnig. Bei diesen Aussichten erinnern sich alle Beteiligten an die Hitzeperiode anno 2003: Da kamen viele Gäste erst lange nach Sonnenuntergang und wollten dann auch nach 2 Uhr nachts noch nicht nach Hause. So kann es wieder werden.
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