Südländisches Flair auf dem Schlossplatz Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Vom 3. bis 6. August wird rund um den Eckensee und auf dem Schlossplatz gefeiert: Was die Besucher der weißen Zelte für ein ungetrübtes Vergnügen wissen müssen.

Stuttgart - Wenn Palmen das Ufer des Eckensees säumen, dann ist das nicht dem Klimawandel, sondern dem Sommerfest geschuldet, das nun wieder beginnt.

Die Philosophie des Festes?
Wenn Palmen das Ufer des Eckensees säumen, dann ist das nicht dem Klimawandel, sondern dem Sommerfest geschuldet. Sie verleihen dem Schlossgarten das mediterrane Flair mit einem Schuss Exotik, das ein kleines bisschen den Urlaub in der Karibik ersetzt und Lust macht auf rumgetränkte Drinks wie Caipirinha, Fruit Punch und Piña Colada. Heute beginnt die große Gartenparty, die weit und breit ihresgleichen sucht, Stuttgart schmückt und bis Sonntag Tausende von Besuchern aus der Stadt, der ganzen Region und weit darüber hinaus anziehen wird. Sie alle sind sich einig: Verreisen kann man später, Italien und die Seychellen existieren auch morgen noch. Aber das Sommerfest findet nur hier und jetzt statt. Es zu versäumen wäre ein Fehler, der mit einem Jahr Wartezeit bestraft wird. Wer will das schon riskieren. Daher wird, das lässt sich mit Sicherheit vorhersagen, das Gedränge, vor allem am Wochenende, wieder heftig. Die Kenner zelebrieren daher den Auftakt an diesem Donnerstag, an dem sich gern halb Stuttgart in den weißen Zelten trifft.
Wo findet das Fest statt?
Im Herzen der Stadt, dort, wo sie mit ihrem feudalen Erbe punkten kann: im Schlossgarten rund um den Eckensee vor der Kulisse von Theater, Opernhaus und Neuem Schloss. Am Schlossplatz rund um die Jubiläumssäule und die beiden Brunnen, die nach langer Renovierung wieder plätschern.
Wann darf gefeiert werden?
Vier Tage lang, von diesem Donnerstag, 3. August, bis einschließlich Sonntag, 6. August, jeweils von 11 Uhr an. Die offizielle Eröffnung ist Donnerstag um 17 Uhr, serviert wird in den Gastronomiezelten und an Bars aber bereits untertags. Am Donnerstag erlöschen die Lichter um 24 Uhr, am Freitag und Samstag schlägt die Sperrstunde erst um 2 Uhr früh und am Sonntag um 23 Uhr.
Was servieren die Wirte?
Die gebotene kulinarische Vielfalt der 29 gastronomischen Adressen ist beachtlich und reicht von Flammkuchen, der sich auch beim Flanieren aus der Hand essen lässt, über gepflegte Tellergerichte wie Pasta mit Pfifferlingen, Maultaschen mit Steinpilzfüllung und Trüffelsauce, Tapas, Burger in verschiedenen Variationen, Wild, zum Beispiel bei Wild Göbel an der Jubiläumssäule, feines Filet, Fischsuppe bei Remy Butterlin (Louis’ Bauernstüble) und Salate bis hin zu Riesengarnelen.
Wer ist neu dabei?
Das Ristorante Sardegna, zu Hause in der Siemensstraße in Feuerbach, stellt erstmals ein Zelt am Eckensee auf. Der Caterer CBC will mit seinen Spezialburgern mit Büffelfleisch punkten, und Herr Kächele löst mit seinen Maultaschen und Fleischküchle die Brunnerz-Wirtin Birgit Grupp ab. Schmerzlich vermissen werden ihre Gäste auch Frank und Gabi Schäfer von der Tauberquelle, die in diesem Jahr fernbleiben. Samt ihrer beliebten Erdbeerbowle.
Wo spielt die Musik?
Nur noch auf vier statt wie bisher auf fünf Bühnen mit einem Programm von 100 statt 120 Stunden mit Rock, Jazz, Swing, Salsa, Samba, Schlagern und Operettenmelodien: An der Opern-Treppe, an der Schlosstreppe am Eckensee, an der Schlosstreppe am Schlossplatz und am Musikpavillon.
Wie kommt man zum Fest?
Das Auto sollte am besten zu Hause gelassen werden. Allein schon, um auf die vielen alkoholischen Verlockungen nicht verzichten zu müssen. Die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) bieten mit einem 15-Minuten-Takt auf den Linien und anschließend mit Nachtbussen einen Genuss ohne Reue der prickelnden Drinks, der Biere von Dinkelacker und der Weine vom Collegium Wirtemberg, von Weinfactum, Weinmanufaktur Untertürkheim sowie der Fellbacher Weingärtner, die wieder als Sponsoren auftreten.
Wie steht es um die Sicherheit?
„Das Konzept ist bewährt“, versichert Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft. Den Schauplatz des Sommerfestes nennt er einen „gelebten Veranstaltungsort“, auf dem es seit dem ersten Sommerfest 1991 zu keinem bedrohlichen Vorfall gekommen ist. Darum seien auch keine gravierenden Neuerungen nötig.
Wie viele Besucher werden erwartet?
„300 000 werden es sicher sein“, schätzt Andreas Kroll . Und wenn die Zahl der Besucher sogar die Halbe-Million-Marke erreicht, „dann sind wir happy“.
Wie wird das Wetter?
„Schaut nicht so schlecht aus“, macht Christian Kronfeldner, der Meteorologe vom Dienst, Hoffnung. Am Donnerstag bestehe ein geringes Gewitterrisiko. Kommen Blitz und Donner, könnten sie allerdings mit Sturmböen und Hagel verbunden sein. Freitag und Samstag sagt Kronfeldner einen Sonne-Wolken-Mix mit geringer Gewitter- und Schauerneigung und Temperaturen bis 29 Grad voraus. Am Sonntag müsse man sich auf mehr Wolken, auch mal Schauer und Temperaturen nur bis 25 Grad einstellen.
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