Die Schulleiterin Christina Seeger (links) und die Konrektorin Regina Trick freuen sich auf die neuen Räume. Foto: Archiv Alexandra Kratz

Die Schulleiterin Christina Seeger (links) und die Konrektorin Regina Trick freuen sich auf die neuen Räume.

Dürrlewang - Nun endlich kann es losgehen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagnachmittag den Weg frei gemacht für die Umbau- und Sanierungsarbeiten an der Schönbuchschule. Diese ist seit September 2015 eine Ganztagsschule. Zwei der drei ersten Klassen sind Ganztagsklassen. Mit dem neuen Konzept verbunden sind andere Anforderungen an die Gebäude. Platz ist reichlich vorhanden, denn seit einigen Jahren gibt es keinen Hauptschulzweig mehr. Doch die ehemaligen Fach- und Unterrichtsräume müssen umfunktioniert werden.

Das Erdgeschoss des einstigen Hauptschulgebäudes wird zur Mensa. Die Stadt will dort eine Verteilerküche und einen Speisesaal einrichten. Im Obergeschoss sollen die Kinder ungestört ihre Hausaufgaben machen oder lernen können. Zudem plant die Verwaltung dort einen Ruheraum und eine Bibliothek. Die Toiletten werden umfassend saniert. Im Zeichensaal und im Musiksaal des ausgelaufenen Hauptschulzweigs widmen sich künftig die Grundschulkinder den schönen Künsten. Vorher wird der Lärmschutz verbessert und die Räume werden neu ausgestattet. Auch der Physiksaal soll so umgebaut werden, dass auch jüngere Kinder sich dort wohlfühlen und gut lernen können.

Inklusion an der Schule

Der sogenannte Bau 2 wird barrierefrei. Die Verwaltung lässt einen Aufzug und eine Behindertentoilette einbauen. Denn die Schönbuchschule versteht sich als inklusive Schule und kooperiert seit Jahren mit der Möhringer Bodelschwinghschule, einer Schule für geistig behinderte Kinder. Aktuell gibt es eine Außenklasse in der dritten Klassenstufe.

Auch im Grundschultrakt werden in den kommenden Monaten immer mal wieder Handwerker im Einsatz sein. Die Stadt muss den Brandschutz verbessern, um neuen gesetzlichen Vorgaben zu genügen. Darum werden zum Beispiel neue Türen sowie eine Brandmeldeanlage und eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage eingebaut. Darüber hinaus wird der sogenannte Bau 1 um eine Fluchttreppe ergänzt. Viele Räume werden frisch gestrichen, mit neuen Böden versehen und neu ausgestattet.

Auch der Außenbereich wird schöner. Geplant ist eine neue Kletteranlage. Zudem wird ein Rückzugs- und Ruhebereich für die Kinder geschaffen. Im Pausenhof Süd sollen künftig Hainbuchen an einem Stahlgerüst entlangwachsen und so einen Aufenthaltsort schaffen. Rund um den großen Kastanienbaum werden Trampoline in den Boden eingelassen sowie Kletter- und Balancierbalken aufgestellt. Im Pausenhof Nord steht künftig eine Fertigteilgarage für die Unterbringung der verschiedenen Spielgeräte und Fahrzeuge zur Verfügung. Vorgesehen sind weiterhin eine Kletterwand sowie Tische und Bänke.

Im März 2017 soll alles fertig sein

Alles zusammen kostet 3,665 Millionen Euro. Ein Teil der Summe kommt aus dem Sonderprogramm Schulsanierung. Zudem bekommt die Stadt 180 000 Euro als Zuschuss vom Land, da es um die Ausstattung einer Ganztagsschule geht. Im Juni soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, im März 2017 alles fertig sein. Weil die Handwerker in Etappen bauen, kann die Schule einzelne Räume aber schon vorher wieder nutzen, so der Plan.

Regina Trick freut sich, dass es mit dem Umbau endlich losgeht. „Die Ganztagsschule wächst. Wir brauchen die Räume“, sagt die Konrektorin. Wegen des neuen Konzepts und des inklusiven Ansatzes benötige man mehr Platz. Das sei mit Schule nach alter Fasson nicht mehr zu vergleichen. Derzeit müsse die Schulgemeinschaft an der ein oder anderen Stelle flexibel sein. So essen die Schüler zum Beispiel in einem Nebenraum der Turnhalle. Das funktioniert zwar gut, kann aber doch nur ein Provisorium sein. Die Zeit des Umbaus werde für die Lehrer sicher keine gemütliche Zeit. „Aber wir sind gut vorbereitet, und um so schöner wird es danach“, sagt die Konrektorin der Schönbuchschule.

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