Viele Menschen fragen sich: Wann kann ich in Rente gehen? Foto: Rawpixel.com/Shutterstock

Viele Menschen fragen sich: Wie lange muss ich arbeiten? In unserer Tabelle zum Renteneintrittsalter finden Sie alle Informationen.

Lange Zeit war die Rente mit 65 Jahren das Maß aller Dinge. Doch das gilt heute nicht mehr unbedingt. Denn das Rentenalter wird angehoben: Rente mit 67 ist in der Zukunft für viele Menschen die Realität. Wenn Sie 1947 oder später geboren sind, sind Sie auch von der Erhöhung des Rentenalters betroffen. Denn seit 2012 wird das Rentenalter für diese Personen schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht.

Reguläre Altersrente: Wie lange muss ich arbeiten?

Das Renteneintrittsalter für die reguläre Altersrente wird stufenweise angehoben. Wann Sie in Rente gehen können, hängt von Ihrem Geburtsjahr ab. Außerdem müssen Sie mindestens 5 Jahre (60 Monate) Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Zeiten, in denen Sie freiwillige Beiträge gezahlt haben, nicht oder weniger gearbeitet haben beispielsweise wegen Kindererziehung, werden Ihnen angerechnet.

Sind Sie zwischen 1947 und 1963 geboren, wird das Rentenalter stufenweise angehoben und Sie können irgendwann zwischen dem 65. und 67. Lebensjahr in Rente gehen. Sind Sie 1964 oder später geboren, liegt Ihr Renteneintrittsalter bei 67 Jahren.

Die genauen Daten finden Sie in der Tabelle:

GEBURTSJAHR RENTENEINTRITTSALTER
vor 1947 65 Jahre
1947 65 Jahre, 1 Monat
1948 65 Jahre, 2 Monate
1949 65 Jahre, 3 Monate
1950 65 Jahre, 4 Monate
1951 65 Jahre, 5 Monate
1952 65 Jahre, 6 Monate
1953 65 Jahre, 7 Monate
1954 65 Jahre, 8 Monate
1955 65 Jahre, 9 Monate
1956 65 Jahre, 10 Monate
1957 65 Jahre, 11 Monate
1958 66 Jahre
1959 66 Jahre, 2 Monate
1960 66 Jahre, 4 Monate
1961 66 Jahre, 6 Monate
1962 66 Jahre, 8 Monate
1963 66 Jahre, 10 Monate
ab 1964 67 Jahre

Es ist jedoch auch möglich, dass es vor Ihrem 67. Lebensjahr eine weitere Anpassung des Rentenalters erfolgt.

Ihr persönliches Renteneintrittsalter können Sie mit dem Rentenbeginn-Rechner der Deutschen Rentenversicherung berechnen.

Wie kann man früher in Rente gehen?

2018 lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland bei 64,1 Jahren (1) – also unter dem eigentlichen Alter von 65 bzw. 67 Jahren. Wie ist es möglich, frühzeitig in Rente zu gehen?

Besonders langjährig Versicherte können eher in Rente gehen. Wer mindestens 45 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt hat und vor 1953 geboren wurde, der kann ganz ohne Abschläge bereits mit 63 Jahren in Rente gehen. Auch bei dieser Rentenform steigt das Eintrittsalter sukzessive von 63 auf 65 an. Dies betrifft Menschen, die zwischen 1953 und 1964 geboren sind.

Auch schwerbehinderte Menschen können früher in Rente gehen. Bei ihnen wird die Grenze des Eintrittsalters ebenfalls von 63 auf 65 angehoben. Die Regelung für die einzelnen Jahrgänge gilt wie bei den besonders langjährig Versicherten.

Auch eine bestimmte Berufsgruppe kann frühzeitig in Rente gehen: Bergleute. Wer 1964 oder später geboren wurde und unter Tage gearbeitet hat, kann mit 62 Jahren in Rente gehen. Für frühere Jahrgänge lag das Eintrittsalter bei 60 Jahren. Für diejenigen, die zwischen 1951 und 1964 geboren wurde, wird das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben.

Früher in Rente mit Abschlägen – Diese Regelungen gelten

Wer nicht bis zum 67. Lebensjahr arbeiten kann oder möchte, kann auch früher in Rente gehen. Allerdings müssen Sie dann mindestens 35 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben und mindestens 63 Jahre alt sein. Diese Form nennt sich „Altersrente für langjährig Versicherte“.

Die Abschläge können sich jedoch schnell zu einem großen Betrag summieren und gelten lebenslang.

Pro Monat, den Sie früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden, sinkt die Rente um 0,3 Prozent. Pro Jahr sind das also 3,6 Prozent weniger Rente. Da Sie mindestens 63 Jahre alt sein müssen – also 4 Jahre jünger als beim regulären Alterseintritt – beträgt der maximale Abschlag 14,4 Prozent.

Im Jahr 2020 lag die durchschnittliche Rente für Männer in den alten Bundesländern bei 1.095 Euro. Bei einem Abschlag von 14,4 Prozent hätten Sie monatlich nur noch rund 937 Euro zur Verfügung.

Wie lange bekomme ich Rente?

Wird Ihr Antrag auf Altersrente bewilligt, bekommen Sie bis an Ihr Lebensende Rente. 2018 betrug die durchschnittliche Rentenbezugsdauer 20 Jahre. (2) Senioren heutzutage sind deutlich fitter und haben eine höhere Lebenserwartung als frühere Generationen. Deswegen hat sich die Rentenbezugsdauer auch deutlich gesteigert.

Lesen Sie hier weiter: Wie viel Geld sollte man im Monat sparen?

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