Die Passagiere am Flughafen in Palma konnten es kaum mehr abwarten, die Heimreise nach Stuttgart anzutreten. Foto: privat

Ursprünglich sollte der Condor-Flug nach Stuttgart am Sonntagvormittag Palma de Mallorca verlassen. Am Montagabend ist der Flieger dann mit mehr als 32 Stunden Verspätung gelandet.

Stuttgart - Mit mehr als 32 Stunden Verspätung sind 155 Condor-Fluggäste am Montagabend um 20.34 Uhr in Stuttgart gelandet. Die Maschine hätte Palma de Mallorca bereits am Sonntagmorgen verlassen sollen, konnte aufgrund eines technischen Defekts jedoch nicht zum geplanten Zeitpunkt starten, wie ein Pressesprecher der Fluglinie schriftlich mitteilte. „Wir wurden über einen langen Zeitraum im Unklaren gelassen, was überhaupt los ist“, sagt Passagierin Tina Schnabel, die von der Verspätung betroffen war.

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Laut Condor hatte eine Reparatur an der Maschine länger gedauert, als erwartet. Die Passagiere wurden schließlich mit einer Ersatzmaschine nach Stuttgart gebracht. Condor hatte nach eigenen Angaben zwar unmittelbar versucht, eine Ersatzmaschine zu organisieren, diese stand allerdings erst am Montagabend um 17.40 Uhr zur Verfügung.

Fehlende Passagiere verursachten weitere Verspätung

„Auf den Weg nach Stuttgart hat sich die Maschine trotzdem noch nicht gemacht“, sagt Passagierin Tina Schnabel. Dieses Mal war nicht Condor schuld, sondern fehlende Passagiere. Diese hatten ihr Gepäck am Sonntagmorgen aufgegeben, erschienen aber nicht zum Flug. Nachdem die herrenlosen Koffer wieder ausgeladen waren, konnte der Flieger nach Stuttgart mit einer weiteren Stunde Verspätung starten. Der Flug selbst und die Ankunft am Stuttgarter Flughafen seien dann aber problemlos verlaufen, berichtet Tina Schnabel: „Während des Flugs gab es kostenloses Essen und Trinken, und auf unsere vier Koffer haben wir keine zehn Minuten gewartet. Condor hat sich da schon Mühe gegeben.“

Laut Condor haben die Passagiere Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von 250 Euro. Tina Schnabel ärgert sich trotzdem über die Verspätung. „Wir zwar gut behandelt worden, aber ich hätte mir trotzdem mehr Zeit zwischen der Ankunft in Stuttgart und meinem ersten Arbeitstag gewünscht.“ Ihre Kinder, die noch zur Grundschule gehen, seien alles andere als begeistert gewesen, den ersten Schultag zu verpassen.

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