Die Trommelgruppe Repicando im Hof der Grundschule – mit Manfred Behrendt (Mitte), dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Siedlergemeinschaft Reisach. Foto: Alessa Becker

Das Reisach-Lichterfest hat am Wochenende nach dreijähriger Pause zum 55. Mal stattgefunden.

Stuttgart-Weilimdorf - Am Samstagabend ist die Reisach-Siedlung hell erstrahlt. Bunte Lampions und Kerzen hingen in Fenstern und Gärten entlang der Maierwaldstraße. „Bei unserem Lichterfest beteiligt sich jeder Bewohner“, sagte Manfred Behrendt, zweiter Vorsitzender des Vereins „Siedlergemeinschaft Reisach“.

Das Lichterfest wird von den Mitgliedern des Vereins organisiert. Zum 55. Mal fand es in diesem Jahr statt. „Eine Schnapszahl“, sagt Manfred Behrendt. Allerdings ist das Fest in den vergangenen drei Jahren ausgefallen. „Die Grundschule Reisach, deren Schulhof das Zentrum unseres Festes ist, wurde umgebaut“, sagt der 77-Jährige. Als das Fest vor 58 Jahren zum ersten Mal stattfand, war ursprünglich nur ein Laternenumzug für die Kinder geplant. „Heutzutage haben wir das ganze Wochenende Programm“, erklärt Behrendt. Samstags gehe es nachmittags los mit der Hocketse im Schulhof, abends das Lichterfest, sonntags sind dann ein Weißwurstfrühstück und ein ökumenischer Gottesdienst sowie Kinderspiele geplant. Mehr als 300 Menschen nehmen an den Festivitäten teil. Auch sein Enkel ist dabei. Pascal ist 15 Jahre alt und kommt zum Lichterfest seit er laufen kann: „Als Kind fand ich den Lampionumzug immer total spannend.“ Nun helfe er selbst mit. „Ich fühle mich mit der Reisach-Siedlung sehr verbunden und habe viele schöne Erinnerungen daran.“

Der neue Vorstand der Siedlergemeinschaft ist voller Ideen. „So wird in diesem Jahr nicht der Reisach-Chor singen, der wegen Überalterung pausiert, sondern Trommler werden im Schulhof auftreten“, erzählt Manfred Behrendt. Die Stuttgarter Trommelgruppe „Repicando“ führte in diesem Jahr den Lampionumzug an und begleitete die Gruppe von der Gotthilf-Dreher-Straße bis zur Reisachschule. Von ihren Balkonen aus, beobachteten die Anwohner den Festzug und saßen auf dem Schulhof noch bis tief in die Nacht zusammen, inmitten ihrer funkelnden Siedlung.

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