Wo genau es wie heftig wird, lasse sich nicht sagen. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Überflutete Straßen, umgestürzte Bäume und vom Wasser hochgedrückte Gullydeckel: Ein heftiges Unwetter ist am Montagnachmittag im Raum Pforzheim niedergegangen. Auch Stuttgart wurde getroffen.

Stuttgart - Überflutete Straßen, umgestürzte Bäume und vom Wasser hochgedrückte Gullydeckel: Ein heftiges Unwetter ist am Montagnachmittag im Raum Pforzheim niedergegangen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schätzt, dass punktuell bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fielen.

Nach Angaben der Polizei musste zwischen Pforzheim-Dillweißenstein und Unterreichenbach (Kreis Calw) kurzfristig auch eine Straße nach einem Hangrutsch gesperrt und gesäubert werden. Dadurch kam es zu Verkehrsbehinderungen. In Pforzheim fiel ein Baum auf zwei Fahrzeuge. Verletzt wurde dabei niemand. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

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Unwetter mit viel Regen und auch Hagel

In Stuttgart, Reutlingen oder Aalen sowie in anderen Städten des Südwestens wurden durch den Sturm einzelne Bäume, Schilder und Bauzäune umgerissen. In Ludwigsburg musste ein umgebrochener Maibaum von der Feuerwehr entfernt werden, wie es von der Polizei hieß. Wegen Überschwemmung musste etwa auch ein Fahrstreifen auf der Autobahn 6 bei Bad Rappenau in Fahrtrichtung Mannheim kurzzeitig gesperrt werden, wie die Behörde weiterhin mitteilte. Bei Sturmböen kenterte auf dem Bodensee bei Wallhausen außerdem ein Boot mit zwei Menschen an Bord. Beide konnten gerettet werden, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei sagte.

Nach dem heißen Wochenende und Temperaturen auch am Montag um die 30 Grad erwarteten die Meteorologen wegen einer Kaltfront aus dem Westen noch bis in die Nacht für Baden-Württemberg Unwetter mit viel Regen und auch Hagel. Der DWD warnte vor der Gefahr lebensgefährlicher Blitzschläge und rief zur Vorsicht auf: „Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände.“ Auch solle man Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten.

Wo genau es wie heftig wird, lasse sich nicht sagen. „Potenzial ist überall gegeben“, sagte ein DWD-Experte. Trotz kurzer Abkühlung: Heiß bleibt es dennoch vorerst. Bis Mittwoch werden Höchsttemperaturen zwischen 26 Grad und 32 Grad erwartet. In der Nacht zum Dienstag geht dem Schlechtwetter nach DWD-Prognose die Puste aus: „Gegen Mitternacht dürfte es höchstens noch im Nordosten Gewitter geben.“ Dienstag und Mittwoch sollten heiter und weitgehend trocken sein. Erst in der Nacht zum Donnerstag drohen laut DWD wieder Gewitter.

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