Das Landgericht Mannheim sah den Straftatbestand der gefährlichen Körperverletzung und Vergewaltigung als erwiesen an. (Symbolfoto) Foto: dpa

Das Landgericht Mannheim hat am Dienstag ein Urteil gegen einen Mann gefällt, der seine schwangere Lebensgefährtin geschlagen und vergewaltigt haben soll. Wenige Tage nach der Attacke hatte die Frau ihr Baby verloren.

Mannheim - Weil er seine schwangere Lebensgefährtin geschlagen und sich an ihr vergangen hat, muss ein Mann für acht Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Mannheim sah am Dienstag den Straftatbestand der gefährlichen Körperverletzung und Vergewaltigung als erwiesen an. Dem Vorwurf der Anklage des schweren Schwangerschaftsabbruchs folgte das Gericht in seinem Urteil nicht. Wenige Tage nach der Attacke Ende September 2018 hatte die Frau ihr Baby verloren. Die Staatsanwaltschaft hatte für neun Jahr Haft plädiert; der Verteidiger hat kein Strafmaß genannt.

Der 36-Jährige war mit der weit jüngeren Frau schon viele Jahre zusammen und hat mit ihr schon mehrere Kinder. Zur Tatzeit lebte das Paar im Zelt auf einer Grünfläche in Mannheim. Der Mann, der als Aushilfe im Baugewerbe tätig war, gab vor Gericht zu, sie mit einen Ast auf Kopf und Taille geschlagen zu haben. 

Mit dem Tod seines ungeborenen Kindes wollte der 36-Jährige nichts zu tun haben. „Sie hatte keine Schmerzen und wollte nicht ins Krankenhaus.“ Der Mann warf seiner Lebensgefährtin im Prozess vielmehr vor, das Kind mit Tabletten abgetrieben zu haben.

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