Der schwer erziehbare Jugendliche Keno bedroht seinen Heimleiter. Foto: NDR

Das Rostocker Ermittlerteam Bukow und König sucht in „Kindeswohl“ verschwundene Problemkids. Es gibt persönliche Verwicklungen.

Rostock - Wieder ein Fall mit persönlicher Verwicklung: Kommissar Alexander Bukows pubertierender Sohn Samuel (Jack Owen Berglund) zieht mit dem zwielichtigen Keno (Junis Marlon) aus schwierigen Verhältnissen um die Häuser. Die beiden verschwinden. Zeitgleich wird der Leiter eines privaten Kinderheimträgers erschossen aufgefunden. Schnell steht das Heimkind Keno unter Verdacht. Wohin ist er geflohen? Und ist Samuel Geisel oder Komplize?

Katrin König (Anneke Kim Sarnau) leitet die Ermittlungen, Bukow (Charly Hübner) ist wegen persönlicher Betroffenheit nur ihr Begleiter auf der Spurensuche quer durch die triste Winterlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns und Polens. Was den emotional aufgewühlten Bukow nicht davon abhält, sich in die Ermittlungen einzumischen.

Nicht mehr resozialisierbar

Die Kommissare geraten immer tiefer in den Sumpf verhaltensauffälliger Jugendlicher und den behördlichen Umgang mit nicht mehr resozialisierbaren Fällen. Irgendetwas verbergen die wohlmeinenden Beamten und Pädagogen, die die hoffnungslosen Fälle an private Träger vermitteln. Die Spur führt nach Polen, wo Kenos Halbbruder Otto – ebenfalls verhaltensauffällig – bei einer Pflegefamilie in ländlich-ärmlichen Verhältnissen lebt.

Keno weiß, dass Otto keinen Sinn mehr im Leben sieht. Er begibt sich mit Samuel auf einen kriminellen „Roadtrip“, um den Bruder zu retten. Daraus wird eine beklemmende Milieustudie gewaltbereiter Jugendlicher, deren Leben sich aus Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung speist. Die persönliche Verwicklung Bukows überfrachtet die Handlung allerdings. Das Leid des Kommissars rückt in den Vordergrund – dabei ist das Schicksal der Heimkinder schon erdrückend genug.

Ausstrahlung: ARD, Sonntag, 31. März 2019, 20.15 Uhr

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