Plattenhardt Die Raumnot der Volkshochschule soll ein Ende haben

Von Götz Schultheiss 

Das Treppenhaus in der Volkshochschule ist nicht barrierefrei. Foto: Götz Schultheiss
Das Treppenhaus in der Volkshochschule ist nicht barrierefrei. Foto: Götz Schultheiss

Die Volkshochschule in Plattenhardt platzt aus allen Nähten. Die Verwaltung arbeitet an einer Machbarkeitsstudie, um die Raumnot zu beheben. Zu Details will sie sich aber nicht äußern.

Plattehardt - Das Gebäude der Filderstädter Volkshochschule (VHS) im Stadtteil Plattenhardt ist in die Jahre gekommen. Schon seit geraumer Zeit herrscht Raumnot, vor allem auch deshalb, weil die VHS verpflichtet ist, verstärkt Deutsch-Kurse für Flüchtlinge anzubieten. Mehrfach hatte die VHS-Leiterin Claudia Vöhl in Ausschüssen des Gemeinderats über die beengten Verhältnisse durch das erweiterte Kursangebot geklagt (wir berichteten).

In den Beratungen zum Doppelhaushalt 2018/2019 hat die SPD-Fraktion im Rathaus jüngst den Antrag gestellt, die Missstände zu beheben. „Die Volkshochschule leistet hervorragende Arbeit, aber ihre räumliche Ausstattung ist unzureichend,“, heißt es in dem Antrag. Außerdem sei in dem Gebäude, in dem nur ein Treppenhaus in die oberen Stockwerke führt, aber kein Aufzug, die für öffentliche Gebäude geforderte Barrierefreiheit für ältere und behinderte Menschen nicht gegeben. Auch die sanitären Verhältnisse seien unzureichend. Der Standort der Volkshochschule in Plattenhardt soll aber nach dem Willen der SPD-Fraktion beibehalten werden.

Jetzt sind die Experten gefordert

„Die VHS kann so wie bisher nicht weiterarbeiten, gerade unter dem Druck der vermehrten Deutsch-Kurse. Es ist deshalb höchste Zeit, eine Lösung zu finden“, sagt der Vorsitzende der SPD-Rathausfraktion Walter Bauer. Seine Fraktion halte am Standort Plattenhardt fest. Es erscheine sinnvoll, das vorhandene Grundstück und das bisherige Gebäude weiter zu nutzen, „aber die Planungen müssen Experten machen. Das ist nicht die Aufgabe von uns Stadträten.“

Die Verwaltung hat zugesagt, tätig zu werden. Bis Mitte 2018 soll das Hochbauamt eine Machbarkeitsstudie ausarbeiten, mit dem Ziel, die räumlichen Verhältnisse deutlich zu verbessern. Dies sei ohnehin bereits im Arbeitsprogramm des Hochbauamts vorgegeben. Wegen der Defizite und „notwendiger räumlicher Erweiterungen“ fänden schon Gespräche und Abstimmungen mit der Volkshochschule und der benachbarten Kunstschule statt.

Gegen Mitte des Jahres sollen Pläne vorliegen

Zu den weiteren Details der Planungen will sich Filderstadts Erster Bürgermeister Andreas Koch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Man sei erst im Anfangsstadium. Für konkrete Aussagen sei es noch zu früh. Die ausgearbeiteten Pläne werde man den Fachausschüssen des Gemeinderats bis spätestens der Jahresmitte vorlegen. Dort würden sie dann in öffentlicher Sitzung von den Vertretern der Fraktionen vorberaten und dann dem Gemeinderat vorgelegt.

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