Das Freibad Rosental in Vaihingen Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Seit sechs Jahren sind die Probleme der Bäderbetriebe bei der Gewinnung von Saisonkräfte bekannt. Geschehen ist seitdem praktisch nichts.

Saisonkräfte fehlen, die Personalgewinnung ist für die Landeshauptstadt nach wie vor die größte Herausforderung. Das ist die Erkenntnis aus der Debatte über das in letzter Minute abgewendete Fiasko bei den städtischen Freibädern. Nur weil die Stammbelegschaft zusätzliche Stunden schieben wird, kann in Vaihingen, Sillenbuch und auf dem Killesberg ohne Einschränkungen am 13. Mai geöffnet werden. Auf dieses Entgegenkommen können die Bäderbetriebe nicht dauerhaft setzen.

 

Schon 2017 wurde gewarnt

Die Personalnöte sind alles andere als neu, sie sind grundsätzlicher Natur. Der Gemeinderat war gewarnt, 2017 und 2019 löste der städtische Eigenbetrieb beim Thema Saisonkräfte anschwellenden Alarm aus, schränkte sein Kursangebot ein und reduzierte im Inselbad Öffnungszeiten. Das lässt sich in Vorlagen detailliert nachlesen. Doch Papier ist geduldig, mit jeder neuen Notlösung und Saisonrettung ermattete der Einsatz für eine nachhaltige Besserung.

Zulagen können helfen

Nun hat der Gemeinderat unisono beim Thema Stellen – bis zu zehn und drei Azubi-Plätze zusätzlich – Unterstützung signalisiert. Bei den Bädern soll zudem der Tarifvertrag auf den Prüfstand, Zulagen wären möglich, um gegen Abwerbeangebote aus der Region zu bestehen. Bäderchef Alexander Albrand muss rasch konkrete Vorschläge machen, nach der Sommerpause wird der Haushalt 2024/2025 beraten. Ein anderer Tarif und Zulagen könnten auch bei den Saisonkräften helfen und Personalprobleme lindern, aber wohl nicht komplett lösen.