Tipp 1: Hotspot zur Sichtung der totalen Mondfinsternis ist die Sternwarte Stuttgart auf der Uhlandshöhe. Öffentlich hinkommen: Buslinie 42, Haltestelle „Heidehofstraße“ aussteigen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Wer am Dienstagabend in den Himmel schaut, kann eine partielle Mondfinsternis beobachten. Das Wetter soll mitspielen. Die Hotspots mit freier Sicht haben wir hier zusammengestellt.

Stuttgart - Rostrot wird sich der Mond am Himmel färben: Von Deutschland aus kann man am Dienstag eine partielle Finsternis des Erdtrabanten beobachten. Zumindest wenn das Wetter mitspielt. „Beim Maximum gegen 23.30 Uhr sind knapp zwei Drittel des Mondes vom rötlichen Erdschatten bedeckt“, heißt es bei der Vereinigung der Sternenfreunde im hessischen Heppenheim.

Die Chancen, das Himmelsspektakel zu sehen, stehen gut. „Der Dienstagabend wird freundlich mit nur geringer Bewölkung“, sagt Clemens Steiner, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Stuttgart. Einzig Zirruswolken könnten einen dünnen Schleier über den Himmel ziehen. Einen Pulli extra sollte man aber einpacken – „mit 12 Grad wird es recht kühl“.

Freier Blick in südöstliche Richtung

Die Stuttgarter Sternwarte hat von 22 Uhr an geöffnet. Auf der Uhlandshöhe ist der rostrote Mond natürlich gut zu sehen, aber auch andere Stuttgarter Aussichtspunkte bieten sich an. Wer die partielle Mondfinsternis besonders lange beobachten will, sollte sich einen Standort mit freiem Blick in südöstliche Richtung aussuchen – Vorschläge finden Sie in unserer Bildergalerie.

Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Mond, Erde und Sonne stehen dann auf einer Linie. „Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum“, teilten die Heppenheimer Sternenfreunde mit. Wenn der Mond dann durch diesen Schatten laufe, sehe man eine Mondfinsternis. Dabei gebe es einen Halb- und einen Kernschatten. Wenn der Erdtrabant im vollem Umfang im Kernschatten stehe, spreche man von einer totalen Mondfinsternis. Das ist am 16. Juli aber nicht der Fall. Der Mond werde zu rund 65 Prozent in den Kernschatten eintauchen.

Maximum ist um 23.30 Uhr erreicht

Den Sternenfreunden zufolge wird der Mond am kommenden Dienstag gegen 20.40 Uhr zunächst in den Halbschatten und gegen 22 Uhr dann in den Kernschatten eintauchen. Das Maximum der Finsternis wird demnach gegen 23.30 Uhr sein. Am Mittwochmorgen um 1 Uhr verlässt dann der Mond den Kernschatten wieder, um 2.20 Uhr ist das Spektakel endgültig vorbei.

Nach der partiellen Mondfinsternis am 16. Juli ist erst einmal Geduld angesagt. „Dies ist die letzte von Mitteleuropa aus gut sichtbare Mondfinsternis bis zum 16. Mai 2022“, schreiben die Sternenfreunde.

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