In der alten Sporthalle 1 gehen allmählich die Lichter aus. Eine Nachfolgerin ist bereits beschlossene Sache. Foto: Michael Steinert

Die Ostfilderner Gemeinderatsfraktion hat nach dem Rückzug der Bundesliga-Handballerinnen des TV Nellingen beantragt, noch einmal über den Neubau einer Sporthalle zu beraten. Sie wollen die Zuschauerkapazität reduzieren.

Ostfildern - Die Ostfilderner Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen will den Beschluss für den Neubau einer Sporthalle im Stadtteil Nellingen nochmals ins Gremium bringen. Nach dem überraschenden Rückzug der Bundesliga-Handballerinnen des TV Nellingen hätten sich die „Rahmenbedingungen seit der Beschlussfassung in einem wesentlichen Punkt geändert“, heißt es in der Begründung für den Antrag, über den die Grünen in der Sitzung am 15. Mai abstimmen lassen möchten.

Den Grünen geht es nicht um die grundsätzliche Entscheidung für eine große neue Sporthalle, sondern um die Anzahl der Zuschauerplätze, die ihrer Ansicht nach mit 950 – 750 Sitz- und 200 Stehplätze – zu hoch angesetzt sei, wenn dort keine Erstliga-Begegnungen mehr ausgetragen würden. Deshalb machen sich die Kommunalpolitiker um die Fraktionsvorsitzende Margarete Schick-Häberle dafür stark, in der Wettbewerbsausschreibung für die neue Sporthalle nicht über eine Kapazität von insgesamt 750 Zuschauern hinauszugehen. Dadurch seien „nennenswerte Einsparungen zu erwarten.“ Gleichzeitig wäre die Halle sogar immer noch „bundesligatauglich“, argumentieren die Grünen. Und für alle anderen Nutzer wie die Schulen und Vereine sei sie auch in der etwas abgespeckten Variante „sehr gut geeignet“.

Die Erstliga-Handballerinnen „Schwaben Hornets“ hatten wenige Wochen nach dem Beschluss für die Halle verkündet, sich aus finanziellen und sportlichen Gründen von der ersten in die dritte Liga zurückzuziehen. Die 200 zusätzlichen Stehplätze waren unter anderem mit Verweis auf die Anforderungen im Handball-Oberhaus begründet worden.

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