Die Stadtbahnlinie U 25 soll termingerecht fertig werden. Foto: imago images/Arnulf Hettrich

Der Bezirksbeirat Nord akzeptiert die Terminverschiebung beim Ausbau der Stadtbahnlinie nicht.

 
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Auf Anregung der Sozialdemokraten hat der örtliche Bezirksbeirat den interfraktionellen Antrag gestellt, die Fertigstellung der Stadtbahnlinie U 25 zur Chefsache zu erklären, um die zugesicherte Inbetriebnahme der Linie durch die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) zu gewährleisten. Hintergrund des Antrags ist, dass die Stadtbahnlinie, die Plieningen über den Killesberg mit dem Stadtzentrum verbinden soll, nicht wie geplant 2025 fertiggestellt wird, sondern ins Jahr 2027 verschoben werden soll (wir berichteten).

„In keiner Weise akzeptabel“

Bezirksbeirat Axel Alt (SPD) argumentiert, dass der Ausbau der Linie im geltenden Nahverkehrsplan vom Gemeinderat festgelegt, beschlossen und den Bürgerinnen und Bürgern so mitgeteilt worden sei. Alt: „Die jetzt diskutierte Verzögerung ist in keiner Weise akzeptabel.“ Neben den Auswirkungen in Möhringen und Plieningen (zum Beispiel keine Entlastung der Landhauskreuzung in Möhringen, wo rund 140 Büros und 3900 Arbeitsplätze entstehen sollen) hat die Verzögerung des Ausbaus um zwei Jahre auch Auswirkungen auf Stuttgart-Nord: Durch den Ausbau der Linie bis 2025 könnte der seit Jahren geforderte Zehn-Minuten-Takt zum Killesberg in drei Jahren wieder möglich sein. Außerdem hätte laut Alt die Verschiebung der Inbetriebnahme auch auf die Internationale Bauausstellung Auswirkungen: „Welche Blamage für die Landeshauptstadt, wenn der Weißenhof nur alle 20 Minuten erreichbar wäre“, formuliert Alt in dem SPD-Antrag die Kritik an der Verschiebung. Außerdem nehme der Wohnungsbau auf der Killesberghöhe Fahrt auf und fordere zusätzlich größere Angebote im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Alt: „Die Wohnanlage Rote Wand steht kurz vor dem Baubeginn und soll 2025 fertig sein.“ Alts Fazit: „Die SSB muss daher mit Unterstützung der städtischen Aufsichtsräte zur termingerechten Inbetriebnahme der Linie U 25 entsprechend dem Nahverkehrsplan gebracht werden.“

Der von der SPD formulierte interfraktionelle Antrag wurde in der jüngsten Beiratssitzung einstimmig angenommen.