Krankheiten und Behinderungen gehören zu den drei Hauptrisiken, denen sich Deutsche in den nächsten Jahren ausgesetzt sehen. Foto: dpa

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat in einer Befragung herausgefunden, dass sich die Deutschen am meisten vor Krankheiten und Behinderungen fürchten.

Berlin - Die Menschen in Deutschland fürchten sich am meisten vor Krankheit und Behinderung. Wie aus einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Umfrage der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD hervorgeht, gehören für 51 Prozent der Deutschen Krankheit und Behinderung zu den drei Hauptrisiken, denen sie sich in den nächsten Jahren ausgesetzt sehen, gefolgt von Kriminalität und Gewalt (47 Prozent) und finanziellen Schwierigkeiten (43 Prozent).

Langfristig gesehen ist die Rente die Hauptsorge der Deutschen. 76 Prozent der Deutschen nennen in der Befragung die „finanzielle Situation im Alter“ als eines der drei Hauptrisiken auf längere Sicht. 45 Prozent der Deutschen wären bereit, zusätzlich zwei Prozent ihres Einkommens als Steuer- oder Beitragszahlungen zu leisten, um hierdurch mehr Rente zu erhalten, heißt es in der Studie weiter.

Mehr Unterstützung von Regierung gewünscht

Die meisten Deutschen wünschen sich mehr Unterstützung von der Regierung. Fast vier von fünf Deutschen (78 Prozent) sind der Meinung, dass die Regierung mehr dafür tun sollte, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Absicherung zu gewährleisten. Etwa die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) befürchtet, dass sie im Bedarfsfall nur schwer Zugang zu Sozialleistungen hätte.

30 Prozent der Deutschen wären laut Umfrage zu höheren Beitragszahlungen bereit, um die Pflege älterer Menschen zu verbessern. 31 Prozent würden für eine bessere Gesundheitsversorgung auch höhere Beitragszahlungen in Kauf nehmen.

Maßnahmen zur Armutsbekämpfung erhalten großen Zuspruch. 77 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass die Regierung Reiche stärker als bisher besteuern sollte, um ärmere Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. Die Umfrage der OECD fand bereits im April 2018 statt.

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