StN/StZ-Redakteur Tom Hörner mit Kamerafrau Marlies Goes. Foto: Stuggi.TV

Wenn man sich schon für viel Geld Spikes fürs Fahrrad kauft, dann möchte man sie auch ausprobieren. In der neuen Folge von „Tour de Stuttgart“ sind wir vom Max-Eyth-See in Hofen zum Bärensee geradelt. Ein abwechslungsreicher Trip, bei dem man sich fast wie im Urlaub fühlt.

Stuttgart - Was nützen einem die besten Spikereifen auf dem Rad, wenn kein Schnee liegt? Gut, man rollt damit sicherer durch den Winter, zuckt nicht gleich bei jeder feuchten Stelle am Boden zusammen – aber man braucht auch mehr Kraft. Und das Abrollgeräusch der Nägel auf Asphalt nervt.

Jetzt aber ist Schluss mit dem Gejammer. Der Schnee ist da, und er wird uns noch eine Weile erhalten bleiben. Damit uns keiner vorwirft, wir würden nur übers Winterradeln schreiben und es nicht selbst tun, haben wir uns aufs Rad gesetzt und ein Beweis­video gedreht, das in unserer Reihe Tour-de-Stuttgart erscheint. Wie immer haben die Kollegen des Online-Senders Stuggi.TV den Film produziert.

Im Keefertal gibt’s eine Fußbodenheizung

In der neuen Folge der Radfahr-Reihe sind wir vom Max-Eyth-See in Hofen zum Bärensee gefahren – also von einem der tiefsten Punkte der Stadt (214 Meter über dem Meeresspiegel) in die Höhenregion des Rotwildparks (rund 450 Meter überm Meer). Von See zu See bei Schnee, dachten wir, klingt nicht nur schee, sondern ist es wohl auch.

Die kürzeste Route hätte über den Schnarrenberg geführt, da es die Steigung aber in sich hat und nicht klar war, inwiefern sie vereist ist, haben wir uns für eine längere, komfortable Strecke entschieden. Wir starten beim Lokal Haus am See und schlagen den Fuß- und Radweg ein, der zwischen See und Fluss Richtung Bad Cannstatt führt. Am eleganten Max-Eyth-Steg (mit Schnee bedeckt, aber gut zu fahren) wechseln wir die Neckarseite. Weiter geht es durchs Keefertal Richtung Münster, kurz hinter dem Gasthaus Keefertal beginnt ein Stück mit Fußbodenheizung: Unter der Straße verlaufende Fernheizungsrohre verhindern, dass Schnee liegen bleibt.

Die Stadt könnte beim Räumen eine Schippe drauflegen

Entlang der Neckartalstraße in Münster bleibt man derzeit lieber oben am Neckardamm, der Radweg an der Straße ist stellenweise vereist – ein Indiz dafür, dass die Stadt beim Räumen der Radwege eine Schippe drauflegen könnte. In Bad Cannstatt geht es über die König-Karls-Brücke vorbei am ­Mineralbad Leuze und dann in den Rosensteinpark. Über den Leibfried’schen Garten gelangt man zur Stresemannstraße und zum Killesberg.

Montags hat das Bärenschlössle Ruhetag

Weiter geht es auf dem Radweg am Kräherwald entlang. In der Geißeichstraße trifft man auf schweres Gelände, die Spikes drohen im tiefen Schnee wegzurutschen. Beim Parkplatz Am Birkenkopf wechseln wir die Straßenseite und fahren parallel zur Rotenwald-/Wildparkstraße nach Westen – bis ein Holzschild nach links zum Bärenschlössle weist. Wir streifen das Rotwildgehege, von wo aus es nur ein Katzensprung zum Bärensee ist. Das einzige Manko einer traumhaften Tour: Es ist Montag, die Gaststätte Bärenschlössle hat Ruhetag.

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