Der Tennisclub Stetten hat wieder ein Vereinslokal. Anfang Juli hat nach Monaten des Leerstands die Taverna Athos eröffnet. Was haben die Betreiber vor?
Die Freude im Tennisclub Stetten ist groß. „Wir haben glücklicherweise einen neuen Wirt gefunden“, schreibt der Verein auf seiner Homepage, und in der Tat war die Küche des Restaurants am Ortsrand viele Monate kalt geblieben. Nun aber werden im Lokal mit Blick in die Tennishalle und auf die Außenplätze wieder Gäste empfangen. Anfang Juli hat die Taverna Athos eröffnet, und wie der Name schon vermuten lässt, ist es ein griechisches Restaurant.
Die Wirte sind Ioannis Siavilas (55) aus Esslingen und Dimos Karadimos (47) aus Steinenbronn. Beide sind gelernte Köche und gastroerfahren. „Wir hatten in den letzten Jahren schon den Gedanken, etwas zusammen zu machen“, sagt Ioannis Siavilas. Was sie in ihrem neuen Restaurant anbieten, sind Speisen und Getränke aus ihrer Heimat Griechenland. Die Klassiker mit Fisch und Fleisch stehen auf der Karte, aber auch viel Vegetarisches und Veganes. „Die mediterrane Küche beinhaltet viel Gemüse“, betont er.
Dem Betreiberduo geht es vor allem darum, die Esskultur Griechenlands vorzustellen: den Tisch voller kleiner warmer und kalter Portionen, genannt Meze, von denen jeder probieren kann. „Es ist sehr gesellig, wie beim Spanier die Tapas“, erklärt Ioannis Siavilas. Was sich auf der Speisekarte indes nicht findet, sind Zwiebelrostbraten, Schnitzel oder Pasta. „Das sind wir nicht, so essen wir nicht. Gastronomie muss authentisch sein“, findet er.
Beim Betreten kommt Urlaubsstimmung auf
Wichtig war den beiden Männern, ein modernes Lokal ohne weiße Säulen à la Akropolis oder Götterskulpturen zu kreieren. Beim Betreten der Taverna Athos kommt tatsächlich ein bisschen Urlaubsfeeling auf. „Das war unser Ziel“, sagt Dimos Karadimos lächelnd. Die Theke ist mosaikartig gestaltet, das Mobiliar versprüht Vintageflair, auch die Dekoration wirkt mediterran. Auf den Tischen stehen original griechische Produkte zum Würzen und Verfeinern, wie sie in einer Taverne üblich sind, wird erklärt.
Für den frischen Look sei aber auch viel Geld investiert worden. Ioannis Siavilas spricht von einem sechsstelligen Betrag, der in die Renovierung und die Ausstattung des Lokals mit den 70 Innen- und aktuell 45 Terrassenplätzen geflossen sei. Und noch ist nicht alles fertig in der Taverna Athos. In manchen Rahmen an den Wänden stecken noch keine Bilder, auch die eine oder andere Pflanze fehle noch.
Dennoch: Die Taverna kommt jetzt schon an. Gleich in den ersten Tagen hat sich herumgesprochen, dass es in Stetten ein neues Gastroangebot gibt, obwohl sich die Betreiber bewusst mit der Werbung zurückgehalten hatten. Dimos Karadimos empfiehlt zu reservieren. „Der Ansturm ist groß, das ist für uns eine Herausforderung“, bekennt sein Kompagnon. Das Team sei neu und auch noch nicht komplett, die Abläufe seien teils noch nicht eingespielt. „Deswegen machen wir viel selbst“, erklärt Ioannis Siavilas. Er bittet die Kundschaft um Geduld, denn „wir machen noch Fehler“.