Neues Hochhaus in Stuttgart Späterer Start im Cloud No. 7

Von Josef Schunder 

Der Sockelbau des Hochhauses Cloud No. 7 sollte jetzt eigentlich in Betrieb gehen, doch der Bauherr muss beim Brandschutz noch nachbessern. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Der Sockelbau des Hochhauses Cloud No. 7 sollte jetzt eigentlich in Betrieb gehen, doch der Bauherr muss beim Brandschutz noch nachbessern. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die Steigenberger-Gruppe musste den Start ihres neuen Hotels verschieben. Die Hotelmannschaft ist zwar startklar, aber nicht der Bauherr. Wir kennen den Grund.

Stuttgart - Für das neue Steigenberger-Hotel Jaz in the City war von vornherein nur ein langsames Hochfahren des Betriebs geplant, doch auch der sanfte Auftakt musste jetzt erst einmal verschoben werden. Das Hotel konnte am 1. Dezember, dem offiziellen Starttermin, nicht eröffnet werden, weil das Baurechtsamt der Projektgesellschaft für das Hochhaus Cloud No. 7 im Europaviertel noch nicht grünes Licht gegeben hat. Grund sind Defizite beim Brandschutz in dem Gebäude mit 18 Stockwerken über der Erde.

„Das Hotel eröffnet heute nicht, da noch eine behördliche Genehmigung einzuholen ist“, sagte eine Sprecherin der Steigenberger Hotels AG, die Mieterin ist, am Freitag dieser Zeitung. Einen neuen Tag könne man noch nicht nennen, weil etwaige bauliche Nachbesserungen von einem Behördentermin abhängig seien. Gäste habe man für die Nacht zum Samstag aber noch nicht eingebucht, die erste Veranstaltung mit Büffet ist Mitte Dezember geplant.

Projektgesellschaft: Nur kleinere Nachbesserungen

Die Projektgesellschaft Cloud No. 7, die das Hochhaus mit Hotel realisierte und hinter der die Schwäbische Wohnungs AG steht, hatte in den vergangenen Tagen fieberhaft mit dem städtischen Baurechtsamt verhandelt. Eine Sprecherin sagte am Freitag, man habe sich über eine Lösung verständigt. Es würden „ein paar kleinere Nachbesserungen“ vorgenommen. Dabei gehe es „nicht um eklatante Dinge“. Man rechne mit der behördlichen Abnahme für den Hotelbereich „Ende nächster Woche“. Für die übrigen Bereiche gebe es spätere Termine. Der Baustand auf den einzelnen Etagen sei noch sehr unterschiedlich.

Nach Informationen dieser Zeitung war das Baurechtsamt der Meinung, dass manche der stellenweise verwendeten Baumateria­lien allein oder in Kombination mit anderen Bauteilen die erhöhten Brandschutzvorgaben für Hochhäuser nicht erfüllen.

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