Derzeit verschicken Betrüger gefälschte E-Mails, die aussehen, als würden sie von Netflix stammen. Foto: Shutterstock/chainarong06

Internetbetrüger kommen immer wieder auf neue, ausgefallene Ideen und Techniken, wie sie anderen das Geld aus der Tasche ziehen können. In einer neuen Masche werden angebliche Mails von Netflix versendet.

Stuttgart - Wer sich nicht behutsam durch seinen E-Mail-Posteingang bewegt, kann in die ein oder andere Falle tappen und das kann ganz schön teuer werden. Derzeit macht eine neue Betrugsmasche die Runde, in der sich die Absender als der Streamingdienst Netflix ausgeben. Die sogenannten Phishing-Mails sind mit großer Vorsicht zu betrachten.

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In besagten Nachrichten behaupten die Betrüger im Namen von Netflix, dass das Netflix-Konto des Nutzers im Moment nicht mehr zugänglich sei, da es zu Zahlungsproblemen gekommen sei. Anschließend wird dazu aufgerufen, die eigene Zahlungsmethode zu aktualisieren oder die Zahlung zu wiederholen. Wer nun auf die angegebenen Links klickt, wird zu einer Seite weitergeleitet, die der Netflix-Log-in-Maske verblüffend ähnlich sieht, die URL hat allerdings wenig mit der originalen zu tun.

Wie kann ich mich schützen?

Auch wenn Sie den Fehler gemacht haben, einem der Links zu folgen, geben Sie auf keinen Fall auf gut Glück ihre Anmeldedaten ein, denn diese sind genau das, auf was die Betrüger hoffen. Wer dennoch auf die Masche reingefallen ist, sollte am besten umgehend sein Passwort ändern, sofern das zu diesem Zeitpunkt noch möglich ist. Wenn nicht, kontaktieren Sie am besten den Kundenservice von Netflix. Sollten Sie zudem Daten ihrer Bank oder Kreditkarte weitergegeben haben, behalten Sie ihr Online-Banking oder Ihre Kontoauszüge im Blick und geben Sie ihrem Kreditinstitut oder ihrer Bank Bescheid.

Um Phishing-Mails schon von Grund auf zu enttarnen, gibt es einige Merkmale, die diese in den meisten Fällen verraten. Im Normalfall werden Sie nicht namentlich angeschrieben, die Absenderadresse entspricht nicht der Service-Adresse des angegebenen Unternehmens und die Nachricht beinhaltet häufig viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Zudem entsprechen die Link-URLs nicht den originalen Seitenadressen, auch wenn die Webseiten ähnlich aussehen. Wenn Sie auf diese Kleinigkeiten achten, können Ihnen die allermeisten Betrugsmaschen nichts anhaben.

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