An der Tunnel-Baustelle in Rastatt Niederbühl, an der sich zuvor Bahngleise abgesenkt hatten, sind die verbogenen Gleise abgesperrt. (Archivfoto) Foto: dpa

Der Ausbau der Rheintalbahn-Neubaustrecke geht voran, obwohl der Bau des Bahntunnels in Rastatt unterbrochen werden musste. Ab Juli sollen Schienen verlegt werden.

Rastatt - Trotz der Unterbrechung beim Bau des Bahntunnels in Rastatt geht der Ausbau der Rheintalbahn-Neubaustrecke voran. Im Abschnitt nördlich der Stadt - südlichöstlich von Rheinstetten bis Ötigheim - läuft aktuell der Bau der Schallschutzwände und Oberleitungsmasten. Ab Juli sollen Schienen verlegt werden, teilte ein Bahnsprecher am Donnerstag mit. Dazu sollen auf dem rund 8 Kilometer langen Abschnitt mehr als 28 000 Betonschwellen verlegt und 68 000 Tonnen Schotter verteilt werden.

Unklar wann Arbeiten weitergehen

Wann die Arbeiten im beschädigten Rastatter Tunnel weitergehen, steht noch nicht fest. Zunächst werden weitere Proben des Baugrundes genommen, um die Schadensursache feststellen zu können. Im August 2017 waren an der Baustelle Wasser, Sand und Kies in den gerade fertigen Tunnelabschnitt gesickert, der die bestehende Trasse der Rheintalbahn unterquert. Die Schienen sackten ab, sieben Wochen lang konnte keiner der sonst täglich rund 300 Züge fahren. Zehntausende Pendler mussten auf Busse umsteigen. Die Rheintalbahn gehört zu den wichtigsten europäischen Schienenstrecken und verbindet die Nordseehäfen mit dem Mittelmeerraum.

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