Noch tummeln sich an diesem Korallenriff vor Indonesien etliche Fische. Foto: AP

Die Korallen sterben, doch kaum jemand nimmt davon Notiz. Mit dem Dokumentarfilm „Chasing Coral“, der diese Woche auf Netflix startet, soll sich das ändern.

Stuttgart - Bereits im Januar feierte „Chasing Coral“ auf dem Sundance Film Festival Premiere. Nun zeigt der Streamingdienst Netflix den Dokumentarfilm. Jeff Orlowski, der bereits „Chasing Ice“ verwirklichte, nimmt sich darin dem weltweiten Phänomen der Korallenbleiche an.

Orlowski versammelte ein Team aus Tauchern, Wissenschaftlern und Fotografen, um das klimabedingte Sterben eines der größten Ökosysteme unseres Planeten zu dokumentieren. Eineinhalb Stunden lang begleiten die Zuschauer das Team dabei wie sie zu Korallenriffen reisen und live das Absterben der Korallen beobachten können.

Wohl selten wurden die Folgen des Klimawandels deutlicher vor Augen geführt. Denn für dieses Phänomen sind die steigenden Meerestemperaturen verantwortlich, die durch hohe CO2-Ausstöße verursacht werden. Eine sichtbare Folge: Die eben noch bunten, von Fischen bevölkerten Korallen verwandeln sich vor den Augen der Filmemacher in eine graue Wüste. Es bleibt die spannende Frage, was die Filmemacher dem entgegenzusetzen haben, denn wie es im Trailer heißt: „Es ist nicht zu spät für die Korallenriffe.“

Am Mittwoch (Ortszeit) wurde zudem bekannt, dass die Schauspielerin Kirsten Bell auf dem Soundtrack zu hören sein wird. Sie wird den Song „Tell Me How Long“ singen, der von Klimakrise und Korallenbleiche handelt. Das berichtete das Online-Portal „Entertainment Weekly“ und berief sich auf ein Statement des Streamingdienstes. „Ich verspüre eine Verantwortung, mich auf jede mir mögliche Art und Weise um die Erde zu kümmern“, erklärte Bell demnach. „Ich hoffe, dass dieser Film reales Handeln entfachen wird, um Klima-Lösungen in der Welt voranzubringen.“ Bell hat auch schon im Disney-Animations-Film „Frozen“ gesungen.

Ab Freitag, 14. Juli, ist die Dokumentation „Chasing Coral“ auf Netflix verfügbar.

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