Nur eine statt zwei VVS-Zonen für ganz Stuttgart, diese Reform könnte 2019 tatsächlich kommen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart könnte eine zusammenhängende Tarifzone für die VVS bekommen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn ist bereit, die Reform für 2019 umzusetzen.

Stuttgart - Der Nahverkehr mit Bus und Bahn in der Landeshauptstadt soll in den nächsten Jahrzehnten durch mehr Angebote und weiteren Streckenausbau attraktiver werden. Bei der Debatte zur Einbringung des Nahverkehrs-Entwicklungsplans, der die Ausbauten beschreibt, am Dienstag im Technikausschuss des Gemeinderates mahnten mehrere Fraktionen von OB Fritz Kuhn (Grüne) mehr Tempo an beim Thema VVS-Tarif. Es gebe ein klares Signal für eine statt der bisher zwei Zonen in Stuttgart, sagte CDU-Fraktionschef Alexander Kotz. SPD-Chef Martin Körner forderte eine „echte Tarifreform“. Bei der Zusammenlegung müsse sich der Fahrpreis an dem für eine Zone orientieren.

„Ich bin bereit, in Stuttgart zum 1. Januar 2019 eine Zone umzusetzen“, sagte Kuhn, der VVS-Aufsichtsratschef ist. Die Fraktionen müssten die Millionenkosten aber im Doppelhaushalt 2018/2019 berücksichtigen. Während der Diesel-Fahrverbote soll es als Umstiegs-Anreiz ein günstiges Tagesticket geben. Der Ausschuss gab auch eine Stellungnahme zum Regionalverkehrsplan ab, der Ausbauvorhaben für die Straße auflistet. Die CDU will, dass die Filderauffahrt geplant wird. Die Fraktion forderte die Planung einer „zufriedenstellenden Anbindung an die B 10“ im Neckartal, erhielt dafür und für die Forderung nach der Planung des Nord-Ost-Rings aber keine Mehrheit. Die Filderauffahrt steht nicht im Bundesverkehrswegeplan und ist damit nicht finanziert.

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