Alte Freunde: Martin Schwab als Lear (links) und Elmar Roloff als Gloster in Peymanns Inszenierung von Shakespeares Tragödie „König Lear“. In unserer Bildergalerie zeigen wir weitere Eindrücke vom Premierenabend. Klicken Sie sich durch. Foto: Thomas Aurin

Fünf Jahrzehnte lang leitete Claus Peymann die wichtigsten Bühnen im deutschsprachigen Raum. Am Freitag kehrte er zurück nach Stuttgart – mit einer Inszenierung von Shakespeares Tragödie „König Lear“.

Stuttgart - Er ist wieder da: der ehemalige Stuttgarter Theaterchef Claus Peymann, der die Stadt 1979 verlassen hat, inszeniert knapp vierzig Jahre später im Schauspielhaus Shakespeares Tragödie „König Lear“.

Peymann zeigt am Freitagabend eine ganz auf die spielfreudigen Schauspieler ausgerichtete Inszenierung, Überraschungen fallen aus. Auf der reduzierten, schwarz verhängten Bühne steht Martin Schwabs königlicher Lear im Mittelpunkt. Er gibt seine Krone ab, hängt sie an einen vom Bühnenhimmel baumelnden Haken - und er wird den Machtverlust bitter bereuen. Schwab zeigt alle Facetten des Alterns auf der Bühne des Staatsschauspiels - von selbstherrlicher Großzügigkeit bis zu Starrsinn und Wahn.

Der Regisseur geht sparsam mit politischen Anspielungen um, konzentriert sich auf den Text und lässt viel Raum für das allzu Menschliche. Eine dreistündige, behutsame Annäherung an den Learschen Kosmos, ein Buh, zehn Minuten Applaus. Eine ausführliche Besprechung folgt.

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