Zwölf Jahre dauerte der Nachbau des Weltrekordautos. Foto: dpa

Zwölf Jahre arbeiteten Tüftler an dem Neubau – nun ist er endlich fertig. Stolz präsentieren die Tüftler vom Verein Hanomag IG den Nachbau eines historischen Diesel-Weltrekordautos der Firma Hanomag .

Hannover - Neustart für einen Rekordwagen: Nach zwölfjähriger Werkelei wird der Nachbau eines historischen Diesel-Weltrekordautos der Hannoveraner Firma Hanomag präsentiert. Der stromlinienförmige Aluminium-Flitzer wartet im niedersächsischen Störy auf seinen großen Auftritt. „Am 12. Mai wollen wir ihn auf der historischen Rennstrecke präsentieren“, sagt Horst-Dieter Görg vom Verein Hanomag IG. Denn das Original fuhr am 8. Februar 1939 auf der Autobahn bei Dessau - der heutigen A9 - vier Weltrekorde und galt als technischer Wegbereiter. Zum 80. Jahrestag der Rekordstrecke mit ihren Stahlbrücken im Bauhaus-Stil geht demnächst die Replika an den Start.

Dreijährige Suche nach Motor

„Der Nachbau hat uns mit allen Arbeitsleistungen gut 260 000 Euro gekostet - aber sein Wert ist bei weitem höher“, sagt Görg. Anfang der 1980er Jahre hatte er bei der Auflösung der Traditionsfirma Hanomag historische Blaupausen des Wagens in einem Abfallcontainer gefunden. Die Erstfahrt des flunderflachen Nachbaus soll der krönende Abschluss eines Technik-Abenteuers werden, das 2007 mit dem Kauf eines historischen Fahrgestells bei einem Sammler in Aachen begann.

Görg und seine Freunde trugen bundesweit Getriebe, Chassis, Motorblock und andere Teile zusammen - die Technik des silbern glänzenden Nachbaus besteht bis auf den Kühler weitgehend aus Originalteilen. Drei Jahre dauerte allein die Suche nach einem Motor. Gefunden wurde er schließlich bei einem Sammler in Mettmann bei Düsseldorf. „Nach nur zweistündiger Wartung lief er tadellos und qualmte die ganze Halle ein“, erinnert sich der Betriebswirt Görg.

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