Noch etwas nervös beim öffentlichen Auftritt: junge Musikschüler aus Gerlingen mit ihrem Lehrer Andy Rometsch jüngst auf der Bildungsmesse didacta Foto: Stadt Gerlingen

Die Zusammenarbeit mit den beiden Grundschulen in der Stadt ist wesentlich ausgebaut worden. Mehr als die Hälfte der Kinder nimmt am freiwilligen Musikunterricht teil. 18 Angebote von Saxophon bis Bratsche.

Gerlingen - Der Bürgermeister bezeichnet sie immer wieder als „Gerlingens größte Schule“ – das belegen auch die Zahlen, die Udo Will, der Leiter der städtischen Jugendmusikschule (jms), jetzt dem Sozialausschuss des Gemeinderats präsentiert hat. Demnach waren im Jahr 2016 rund 1000 Schüler an der jms eingeschrieben – vom Kleinkindalter bis hin zum Erwachsenen. Vier Jahre zuvor waren es erst rund 700 Schüler – aber da war auch die Zusammenarbeit der jms mit den beiden Gerlinger Grundschulen noch lange nicht so weit wie heute.

In die musikalischen Angebote für Grundschüler ist die jms laut Udo Will seit rund fünf Jahren eingebunden, 2013 habe man diese Angebote intensiviert. Daran nehmen 54 Prozent, also mehr als die Hälfte, der Erst- bis Viertklässler von Pestalozzi- und Breitwiesenschule teil. Das kostenfreie und verpflichtende Angebot „Musik und Bewegung“ nutzen die Erst- und Zweitklässler der Ganztagsklassen in der Pestalozzischule, an der Breitwiesenschule sind darin zwei der vier Klassen beteiligt. Daneben gibt es noch klassenweise Schulungen und Einzelunterricht.

35 Musiklehrer aktiv

An der jms unterrichten 35 Musiklehrer. Alle sind fest angestellt, sechs haben einen vollen Lehrauftrag. Der Rest arbeitet laut Udo Will in Teilzeit, dazu meist noch an anderen Schulen im Umkreis, wie in Ditzingen und Korntal-Münchingen.

18 Angebote, die im Monat 39 Euro kosten, macht die jms den Grundschülern zusammen mit den beiden Schulen. Das reicht von der klassischen Blockflöte über sechs andere Blasinstrumente wie Saxophon oder Posaune bis zur Gitarre und dem Schlagzeug. Bei den Streichinstrumenten werden Geige, Bratsche und Cello unterrichtet, dazu kommen Klavier und in der sogenannten Popklasse die Fächer Gesang, Keyboard, Gitarre und Percussion. Dieser Unterricht findet vor allem nach dem Vormittagsunterricht oder zu Beginn des Nachmittags statt.

Für alle diese Schüler gebe es eine Konzertreihe, kündigte Will an. An einem „Schaufensterkonzert“ am 28. März um 18.30 Uhr im Rathaus würden sich 20 Kinder beteiligen. Einen besonderen Auftritt hatte jüngst die Gitarrenklasse in Stuttgart: Auf der Bildungsmesse didacta gaben die Kinder Kostproben ihres Könnens. Dabei wurden sie sogar von einem Team des SWR gefilmt, das für die Landesschau berichtete.

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