Die Temperaturen steigen, der Drang ins Freie nimmt zu. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Keine Ausgangssperre mehr und frühlingshafte Temperaturen könnte am Wochenende vermehrt Nachtschwärmer in die Stadt locken. Die Polizei kündigt starke Präsenz an.

Stuttgart - Die Temperaturen werden am Wochenende mehr als 20 Grad höher sein als noch vor zwei Wochen, die Ausgangssperre ist gefallen, das Coronavirus ist immer noch da: Diese drei Faktoren lassen die Stuttgarter Polizei in Alarmbereitschaft stehen. „Wir sind da“, kündigt die Polizeisprecherin Monika Ackermann an. „Es soll ja jetzt nicht alles wieder verloren gehen, was in den zurückliegenden Wochen alle gemeinsam erreicht haben“, sagt sie im Blick auf die Eindämmung der Infektionszahlen und den im Lockdown gesunkenen Inzidenzwert.

Kontaktbeschränkungen gelten weiter

Die Polizei werde mit verstärkten Kräften ein Auge auf all jene öffentlichen Orte haben, die in lauen Nächten Treffpunkte für Nachtschwärmer sind. Das sind neben dem Feuerseeplatz im Westen und dem Marienplatz im Süden der Schlossplatz und der Schlossgarten rund um den Eckensee – die beiden letztgenannten waren im vergangenen Sommer Schauplätze der Krawallnacht im Juni. Zwar sind aufgrund der Coronaverordnung die Gaststätten und Clubs noch zu, doch die öffentlichen Orte sind mit mitgebrachten Getränken beliebte Treffpunkte. Auch wenn die Ausgangssperre gefallen ist, gelten die Kontaktbeschränkungen weiterhin – Treffen in Gruppen sind nicht erlaubt.

Am vergangenen Wochenende, dem ersten nach dem Ende der Ausgangssperre, nutzten Hunderte Anhänger der motorisierten Vergnügungsszene die vermeintlich zurückgewonnene Freiheit. Sie trafen sich mit ihren Autos und standen am Straßenrand auch – entgegen der Coronaregeln – in Gruppen zusammen.

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