Die Mieten in den Kommunen auf den Fildern sind leicht gestiegen. Foto: dpa/Kira Hofmann

Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen schreiben ihren gemeinsamen Mietspiegel fort. Wie haben sich die Mietpreise auf der Filderebene in den vergangenen zwei Jahren entwickelt?

Zum Jahresbeginn 2022 hatten die Nachbarstädte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen einen gemeinsamen qualifizierten Mietspiegel aufgelegt, nun soll er der Marktentwicklung angepasst und fortgeschrieben werden, um das Prädikat qualifiziert nicht zu verlieren. Stichprobenartig wurden deshalb im Sommer 2500 Fragebögen an Mieter und Vermieter verschickt.

 

Dies hat einen Anstieg der Nettokaltmieten auf der Filderebene um durchschnittlich 1,7 Prozent von 10,39 Euro auf 10,57 Euro pro Quadratmeter deutlich gemacht. Dabei liegt das Mietniveau in Leinfelden-Echterdingen mit elf Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt etwas höher als in Filderstadt. Dort werden 10,19 Euro pro Quadratmeter fällig. Freilich sind Neuvermietungen jeweils teurer. Auf der Filderebene muss man bei Neuvertragsmieten im Schnitt 11,40 Euro pro Quadratmeter zahlen, bei Bestandsmiete sind es 9,40 Euro pro Quadratmeter. In Leinfelden-Echterdingen haben die Stichproben im Mittel 12,07 Euro bei neuen Wohnungen ergeben und 9,63 Euro bei alten, jeweils pro Quadratmeter. In Filderstadt liegen beide Werte bei 10,86 Euro und 9,17 Euro pro Quadratmeter. Veröffentlicht wurden die Preise für das Wohnen auf der Filderebene vor zwei Jahren in Form einer Broschüre, es gibt aber auch ein Online-Tool. Beides ist auf den Homepages der Städte hinterlegt. Die Informationen geben Orientierung, wie realistisch beispielsweise eine in einer Annonce angegebene Miete tatsächlich ist.

Dass Kommunen einen Mietspiegel gemeinsam auflegen, ist nicht ungewöhnlich. Steinenbronn und Waldenbuch machen diesbezüglich auch gemeinsame Sache. In Filderstadt hat der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung der Fortschreibung zum 1. Januar 2024 einhellig zugestimmt. Der Gemeinderat wird am Montag, 11. Dezember beschließen. In Leinfelden-Echterdingen wurde das Thema diese Woche im Sozialausschuss beraten, mehrere Stadträte machten dabei deutlich, dass das Stadtgebiet ein teures Pflaster zum Wohnen geworden ist. Das stelle gerade junge Leute vor Probleme. Die Entscheidung dort fällt am Dienstag, 12. Dezember, im Gemeinderat.