Nach mutmaßlichen Verstößen gegen den Tierschutz ist ein Schlachthof in Tauberbischofsheim von der Polizei durchsucht worden. Foto: dpa

Nach der Schließung eines Schlachthofs in Tauberbischofsheim, der die Fastfoodkette McDonald’s beliefert, könnte der Betrieb dort bald wieder aufgenommen werden.

Tauberbischofsheim - Rund zwei Monate nach der Schließung eines Schlachtbetriebs in Tauberbischofsheim soll mit einer Probeschlachtung geprüft werden, ob der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. 80 Rinder sollten am Dienstag in Anwesenheit von Vertretern des Landwirtschaftsministeriums, des Regierungspräsidiums Stuttgart und des Veterinäramts des Main-Tauber-Kreises geschlachtet werden. „Wenn die Bewertung positiv ausfällt, soll die Wiederaufnahme des Betriebs so schnell wie möglich umgesetzt werden“, sagte Reinhard Frank, Landrat des Main-Tauber-Kreises.

Lieferant von McDonald’s

Ende der Woche sei mit ersten Ergebnissen der Probeschlachtung zu rechnen. Eine Wiederaufnahme des Betriebs sei dann bereits in der kommenden Woche möglich, sagte Frank.

Der Schlachthof gehört zur Firma OSI mit Europa-Sitz in Gersthofen bei Augsburg, einem Lieferanten von McDonald’s. Der Verein „Soko Tierschutz“ (Augsburg) hatte in dem Unternehmen mit versteckter Kamera gefilmt - die Videos sollen belegen, dass etwa Tiere vor der Schlachtung nicht ausreichend betäubt sowie nicht zugelassene Geräte eingesetzt wurden.

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