Die Staatsanwaltschaft Mosbach ermittelt zum Schlachthofskandal in Tauberbischofsheim. Foto: dpa

Nach einem Tierschutz-Skandal in einem Schlachthof in Tauberbischofsheim ziehen die Verantwortlichen nun Konsequenzen: Zwei Mitarbeiter wurden versetzt, ein Mitarbeiter ist entlassen worden.

Tauberbischofsheim - Nach Vorwürfen von Tierschützern und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hat sich ein Schlachthof in Tauberbischofsheim von einem Mitarbeiter getrennt. Außerdem wurden zwei weitere Beschäftigte versetzt. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Betrieb war im Februar geschlossen worden, nachdem der Verein „Soko Tierschutz“ (Augsburg) in dem Unternehmen mit versteckter Kamera gefilmt hatte - die Videos sollen belegen, dass etwa Tiere vor der Schlachtung nicht ausreichend betäubt sowie nicht zugelassene Geräte eingesetzt wurden.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Mosbach ermittelt. Neben den Versetzungen und der Entlassung wurden auch Umbauten in dem Gebäude veranlasst. Auch sollen künftig statt bisher 28 nur noch 15 Tiere in der Stunde geschlachtet werden. Der Landrat des Main-Tauber-Kreises, Reinhard Frank (CDU), hatte außerdem mehr unangemeldete Kontrollen angekündigt. Der Schlachthof gehört zur Firma OSI mit Europa-Sitz in Gersthofen bei Augsburg. Womöglich kann der Betrieb kommende Woche wieder mit Schlachtungen beginnen. Die Entscheidung über die Wiedereröffnung obliegt den zuständigen Veterinärbehörden.

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