Von Montag an sollen auch die Grundschüler Masken tragen. (Symbolbild) Foto: dpa/Matthias Balk

Das Tragen von Schutzmasken zur Eindämmung des Coronavirus wird auch an den Grundschulen im Land zur Pflicht. Ein längst überfälliger Schritt, kommentiert Christian Gottschalk. Doch es ist noch mehr zu tun.

Stuttgart - Seit Wochenbeginn sind die Grundschüler im Land wieder in voller Stärke im Präsenzunterricht. An manchen Orten werden sie auf das Corona-Virus getestet, an anderen gibt es noch nicht mehr als die Ankündigung, dass mit so einem Test demnächst zu rechnen ist. Und überall sind die vernünftigen unter den Lehrkräften darauf angewiesen, das Tragen von Schutzmasken zu empfehlen – darauf bestehen können sie bislang aber nicht.

 

Man muss nun wirklich kein studierter Virologe sein um zu erkennen, dass der Kampf gegen die Pandemie so nicht zu gewinnen ist. Dass die Masken jetzt von Montag an auch für die Kleinen zur Pflicht werden, ist überfällig. Dass diese Entscheidung erst zu einem Zeitpunkt fällt, zu dem die noch amtierende Kultusministerin Susanne Eisenmann den Rückzug aus der Politik bekannt gegeben hat – ein Schelm, der böses dabei denkt.

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Corona-Tests müssen verpflichtend werden

Die Korrektur war überfällig, doch dabei darf es nicht bleiben. Denn die bisherige Teststrategie an den Schulen verdient diesen Namen nicht. Wer nicht will, der muss sich das Wattestäbchen derzeit nicht in die Nase stecken. Das ist ein Fehler. Mit dem Popeln unter Anleitung ist es wie mit der Maske: es tut nicht weh – und kann viel bewirken. Doch die Verweigerungshaltung von wenigen Zeitgenossen kann das redliche Bemühen der überwiegenden Mehrheit zu Nichte machen. Abhilfe tut auch in diesem Punkt Not, und zwar schnell.