Solar-Maschine von Manz aus Reutlingen – 2015 läuft nicht rund für das Unternehmen Foto: Manz

Zuletzt gab es positive Signale vom High-Tech-Maschinenbauer Manz aus Reutlingen. Jetzt kostet ein stornierter Auftrag das Unternehmen viel Geld.

Reutlingen - Der Reutlinger High-Tech-Maschinenbauer Manz rechnet auch im laufenden Jahr mit Verlusten aus dem laufenden Geschäft. Wie das Unternehmen am späten Dienstagabend überraschend ankündigte, rechne man fürs Gesamtjahr 2015 mit einem „voraussichtlich negativen Ebit“. Konkretes soll in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Auch der Umsatz werde „moderat rückläufig“ sein, heiß es.

Grund ist nach Manz-Angaben eine kürzliche Auftragsstornierung eines Kunden im Volumen von 12 Millionen Euro im Elektronik-Geschäftsbereich. Als Konsequenz ließen sich auch Folgeaufträge „im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Volumen“ nicht realisieren. Außerdem sei es zu Auftragsverzögerungen im Segment Energiespeicherung gekommen.

2014 fuhr das von Dieter Manz gegründete und geführte Unternehmen mit rund 306 Millionen Euro einen Rekordumsatz ein. Das Ebit war mit Minus 33 Millionen Euro aber tief rot. Verantwortlich dafür waren nach Firmenangaben Abschreibungen und Abwertungen auf das Geschäft mit Fotovoltaik-Maschinen. Manz setzt hier auf die sogenannte Cigs-Dünnschicht-Technologie und wartet seit Jahren auf einen Großauftrag.

Manz beschäftigt rund ­2  000 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte in Asien.

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