Traditioneller Lauf über das Stoppelfeld beim Markgröninger Schäferlauf Foto: www.7aktuell.de |

Perfektes Sommerwetter haben sich Kathrin Hagenlocher aus Bad Wildbad und Daniel Erhardt aus Stödtlen ausgesucht. Die beiden gewannen den traditionellen Schäferlauf in Markgröningen.

Markgröningen - In der Sonne oder im Schatten“, fragt die Frau an der Kasse eine Touristen-Familie, auf welcher Tribüne sie am Stoppelfeld sitzen wollen. Bei der brütenden Hitze am Samstag findet der Vater schnell die Antwort: „Im Schatten“. Auf den Seitentribünen fächeln die Besucher sich Luft zu. Sie warten auf das Hauptereignis des Tages, den Schäferlauf in Markgröningen. Am Vormittag hatte der Bürgermeister Rudolf Kürner den Landrat Rainer Haas zum Rathaus kutschiert. Es folgte ein Festumzug durch die Stadt mit knapp 1000 Teilnehmern.

Tut das Laufen auf den Stoppeln weh?

Jetzt am Nachmittag stehen die traditionellen Wettkämpfe an: Sacklaufen, Hahnentanz, Wassertragen und vor allem: der Schäferlauf. Schäfer und Schäferinnen laufen barfuß auf einem gemähten Feld um die Wette. Die beiden Erstplatzierten werden zu Schäferkönig und Schäferkönigin gekürt und erhalten ein Schaf als Preis. Dieses Mal ist es so heiß, dass man die Luft auf dem Feld flirren sehen kann.

Bei den Männern holt Daniel Erhardt aus Stödtlen (Ostalbkreis) den ersten Platz. Der 19-jährige macht gerade seine Ausbildung zum Landwirt. „Hier ist immer ziemlich harte Konkurrenz“, sagt er. Seine beiden Brüder haben hier bereits je drei Mal gewonnen und dürfen deswegen nicht mehr teilnehmen. Jetzt ist es an Daniel, die Familientradition fortzuführen. Bei den Schäfermädchen gewinnt Kathrin Hagenlocher aus Bad Wildbad (Kreis Calw). Die 15-Jährige hat zum ersten Mal am Schäferlauf in Markgröningen teilgenommen. Ob das Laufen auf den Stoppeln wehgetan hat? „Nein“, sagt sie. „Ich habs davor aber auch gar nicht getestet“, gibt sie zu und zieht wieder ihre Chucks an.

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