Wenn Jan Böhmermann punktet, reagiert Til Schweiger (Bild) mitunter uncool – und das gerne auch öffentlich. Foto: dpa

Die Playboy-Leser finden Jan Böhmermann megacool. Til Schweiger sieht das anders. Die Folge: eine weitere Stänkerei des Schauspielers gegen den TV-Moderator.

München/Hamburg - Sowas aber auch: Da küren die Leser der Zeitschrift „Playboy“ den TV-Satiriker Jan Böhmermann zum Mann des Jahres 2016 und Social-Media-Intimfeind Til Schweiger springt an wie ein Pawlow’scher Hund. Anstatt sich darüber lustig zu machen, wie peinlich es eigentlich ist, von den Lesern eines Herrenmagazins, das seine beste Zeit schon lange hinter sich hat, zum Mann des Jahres gekürt zu werden, nennt Schweiger den TV-Satiriker Böhmermann einen „Vollspacko“ und freut sich, dass wenigstens Yahoo und die Huffington Post einen aus seiner Sicht wesentlich besseren Geschmack haben.

Dort ist nämlich Til Schweiger zum Mann des Jahres gekürt worden. Böhmermann wiederum kriegt sich nach Schweiges Verbalattacke kaum mehr ein. Er reagiert mit einem Link zu seinem Song „Besoffen bei Facebook“ – ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Laut der „Playboy“-Umfrage ist Böhmermann für die Deutschen der Mann des Jahres 2016. Auf ihn entfielen in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Mafo.de 20,3 Prozent der Stimmen, wie das Magazin berichtete. Der Satiriker hatte im März in der ZDF-Sendung „Neo Magazin Royale“ durch ein Schmähgedicht auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Aufsehen erregt.

Auf den Plätzen zwei und drei der Männer des Jahres 2016 folgten mit 12,1 Prozent der Kapitän und Torwart der Fußballnationalmannschaft, Manuel Neuer, sowie mit 12,0 Prozent der Nationalelf-Verteidiger Jérôme Boateng, beide vom FC Bayern München.

Der Umfrage zufolge führt Böhmermann allerdings nicht nur die Beliebtheitsskala an – er landete auch unter den nervigsten Deutschen des Jahres: Mit 14,1 Prozent belegte der Moderator in dieser Kategorie den zweiten Platz hinter dem Schauspieler, Regisseur und Filmproduzenten Til Schweiger, der mit 18,5 Prozent auf Platz eins landete. Vielleicht liegt ja hier der Grund für Schweigers Verstimmung. Sicher ist zumindest: Die Saga der Stänkereien zwischen den beiden Alpha-Tieren ist nicht zu Ende. Aufmerksame Beobachter der sozialen Medien wissen, dass es nicht das erste Mal ist, dass die beiden aneinander geraten sind.

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