Gesundheitsminister Manne Lucha macht einen Vorstoß in der Corona-Krise. Foto: dpa/Marijan Murat

Um die Zahl der Corona-Neuinfektionen zu reduzieren, will Manfred Lucha seine Ministerkollegin Susanne Eisenmann vom sogenannten Wechselunterricht in Schulen überzeugen.

Baden-Baden - Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) von der Notwendigkeit von Wechsel- beziehungsweise Fernunterricht in älteren Jahrgangsstufen überzeugen. „Das erscheint mir jetzt ein probates Mittel“, sagte er am Montag im Radioprogramm „SWR Aktuell“.

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Um die Zahl der Corona-Neuinfektionen zu reduzieren, sei es wichtig, Kontakte zu beschränken. Mit dem sogenannten Wechselunterricht, bei dem zum Beispiel Klassen halbiert und abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werden, könnten auch Kontakte auf dem Weg zur Schule und in Bussen und Bahnen eingegrenzt werden, sagte Lucha. Daher wolle er Eisenmann „dingend bitten, jetzt auf diesen Kurs einzuschwenken“.

Das Thema wird seit Wochen in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern diskutiert. Lehrerverbände wie der Philologenverband Baden-Württemberg haben sich dafür ausgesprochen. Kritiker mahnen an, dass Unterricht in der Schule besser sei und die Betreuung zu Hause ansonsten Eltern vor neue Probleme stellen könnte. Auch Lucha räumte ein, dass Präsenzunterricht wichtig sei. Aber bei älteren Schülern erscheine ihm Wechselunterricht jetzt angesichts der Lage mit weiter steigenden Infektionszahlen vertretbar, sagte er.

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