Tut sie es wieder? Die Pop-Sängerin Madonna will angeblich noch weitere Kinder aus Malawi adoptieren. Das kann einem durchaus aufstoßen. Foto: AFP

Abseits des roten Teppichs lauern Fettnäpfchen, manchmal sogar Abgründe. Wir spüren sie auf. Heute: warum Madonnas angebliche Adoptionspläne einen fahlen Beigeschmack haben.

Stuttgart - Eigentlich geht es niemanden etwas an, ob und wie viele Kinder Madonna adoptieren möchte. Da die 58-jährige Pop-Sängerin aber schon nach der Adoption ihrer Kinder David und Mercy in Malawi für Unmut sorgte, erregt ihr angebliches neues Vorhaben, zwei weitere Kinder aufzunehmen, natürlich Aufmerksamkeit. Die ehemalige malawische Präsidentin, Joyce Banda, warf Madonna damals vor, ihren Ruhm und Reichtum zu missbrauchen, um die Gunst der malawischen Bevölkerung zu gewinnen. Madonna unterstützt in dem südostafrikanischen Land mehrere Projekte für Kinder.

Ein fader Beigeschmack bleibt

Es ist löblich wenn die Schwerreichen dafür sorgen, dass die Armen etwas davon abbekommen. Madonna scheint es aber nicht zu genügen, sich vor Ort für die Menschen einzusetzen. Die Kinder, die sie 2006 und 2009 in Malawi adoptierte, sollen – wenn es bestätigt wird – nicht die letzten gewesen sein, die ein neues Zuhause in den USA bekommen. Schön für Madonna – hätte es nicht so einen fahlen Beigeschmack.

Hauptsache, die Kohle stimmt!

Kinderlose Paare in Deutschland bekommen so viele Hürden auf den Weg zum Adoptivkind gestellt, dass man nur staunen kann, wie mir nichts, dir nichts Prominente Kinder im Ausland aussuchen und mitnehmen können. Altersgrenzen oder familiäre Verhältnisse scheinen keine Rolle zu spielen. Wer hierzulande ein Kind aus dem Ausland adoptieren möchte, muss einige Tausender dafür hinlegen. Für eine Madonna sind das natürlich Peanuts.

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