Madonna 2013 im Kreise ihrer aoptierten und leiblichen Kindern. Die Familie soll sich nun noch vergrößern. Foto: AFP

Sängerin Madonna will zwei weitere Kinder aus Malawi adoptieren und hat einen Antrag gestellt. Dieser wird nun geprüft.

Blantyre - Pop-Diva Madonna will zwei weitere Kinder aus dem bitterarmen südostafrikanischen Malawi adoptieren. Die US-Sängerin habe den Adoptionsantrag für die zwei Kinder persönlich gestellt, sagte der Sprecher des zuständigen Gerichts in Malawis Hauptstadt Lilongwe, Mlenga Mvula, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Madonna hat bereits vier Kinder, zwei davon - einen Jungen und ein Mädchen - hatte sie 2006 und 2009 in Malawi adoptiert.

Madonna soll mit Privatflugzeug nach Malawi geflogen sein

Das Gericht werde Madonnas Adoptionsanträge nun prüfen, sagte der Gerichtssprecher. Danach werde es eine Entscheidung fällen. Örtliche Medien berichteten, Madonna sei unter strengen Sicherheitsvorkehrungen mit zwei kleinen Kindern und weiteren Menschen vor Gericht erschienen. Nach dem Gerichtstermin habe sie sich in einem Geländewagen wegfahren lassen. Den Berichten zufolge reiste die Sängerin mit einem Privatflugzeug nach Malawi und stieg in einer Lodge außerhalb der Hauptstadt ab. Madonna hat bereits vier Kinder. Vater ihrer Tochter Lourdes ist der Fitnesstrainer Carlos Leon. Ihr Sohn Rocco stammt aus ihrer Beziehung zu dem britischen Regisseur Guy Ritchie. Gemeinsam mit ihm adoptierte Madonna im Jahr 2006 den malawischen Halbwaisen David.

Nach ihrer Trennung von Ritchie nach acht Jahren Ehe adoptierte sie 2009 das malawische Mädchen Mercy. Außerdem engagierte sich die US-Sängerin mit ihrer Stiftung „Raising Malawi“ in dem Land und investierte nach eigenen Angaben Millionen Dollar in die Betreuung von Waisenkindern und ins Bildungswesen. Madonna erntete aber auch Kritik für ihr Vorgehen bei den Adoptionen. 2013 entzog die Regierung von Malawis damaliger Präsidentin Joyce Banda Madonna ihren VIP-Status, weil die Pop-Diva sich allzu sehr als Wohltäterin inszeniere. Der neue Staatschef Peter Mutharika, der seit 2014 amtiert, bemühte sich aber darum, das Verhältnis seines Landes zu Madonna wieder zu verbessern.

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