Die Angeklagten sollen eine Fackel auf den Wohnwagen der Familie geworfen haben (Symbolbild). Foto: imago images / foto2press/Oliver Zimmermann / foto2press

Mit einem Fackelwurf sollen fünf Männer versucht haben, eine Roma-Familie in einem Wohnwagen zu töten. Das Geschoss verfehlte den Wohnwagen, in dem eine Mutter mit ihrem Baby lag. Jetzt hat der Prozess gegen die Angeklagten begonnen.

Ulm - Nach dem Brandanschlag auf eine Roma-Familie müssen sich fünf Männer von Montag (8.30 Uhr) an vor dem Landgericht Ulm wegen versuchten Mordes verantworten. Sie sollen laut Anklage im Mai 2019 eine Fackel auf den Wohnwagen der Familie auf einer Wiese in Erbach (Alb-Donau-Kreis) geworfen haben. In dem Fahrzeug, das nur knapp verfehlt wurde, war eine schlafende Frau mit ihrem neun Monate alten Sohn. Ein rassistisches Motiv schließen die Ermittler nicht aus. Die deutschen Männer, die zur Tatzeit 17 bis 20 Jahre alt waren, waren im Juli festgenommen worden.

Der Verband der Deutschen Sinti und Roma hat vor dem Prozess (8.00 Uhr) eine Kundgebung angekündigt. Der Fall wird wegen coronabedingter Abstandsregeln im Ulmer Kornhaus verhandelt, einem ehemaligen Kornspeicher.

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