In dem Kettenbrief werden Dinge behauptet, die nicht stimmen. Foto: dpa

Ein jahrealter Kettenbrief kursiert wieder im Netz. Das Kultusministerium warnt: Der Text will fremdenfeindliche Ängste schüren und entspricht nicht der Wahrheit.

Stuttgart - Erst vor einer guten Woche haben in Baden-Württemberg die Sommerferien angefangen. Trotzdem kursiert im Internet derzeit wieder ein Kettenbrief, der behauptet: In Stuttgarter Schulen sei bekannt gegeben worden, dass die Grußformel „Grüß Gott“ aus Rücksicht aus muslimische Mitschüler nicht mehr verwendet werden dürfe. Der Text war schon 2011 und 2013 im Umlauf gewesen.

Inhalt ist erfunden

Aus aktuellem Anlass hat das Kultusministerium auf Twitter klar gestellt: Der Inhalt ist falsch. Es gibt kein „Grüß Gott“-Verbot. Der Text wolle lediglich fremdenfeindliche Ängste schüren.

In der letzten Zeit habe es beim Kultusministerium ein paar lose Anfragen gegeben, sagte ein Sprecher. Deshalb habe man sich für eine Klarstellung auf Twitter entschieden.

Kettenbriefe der letzten Jahre

Immer wieder verbreiten sich Falschmeldungen über Kettenbriefe im Internet. Vergangenes Jahr etwa sorgte ein angeblicher Whatsapp-Virus für Unruhe. Zudem lockten Betrüger per Whatsapp-Kettenbrief mit angeblichen Milka- und Haribo-Körben. Hier gibt das Recherchenetzwerk „Correctiv“ konkrete Tipps, wie man Falschmeldungen im Netz erkennen kann.

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