Mitglieder des rassistischen Ku-Klux-Klan Foto: EPA

Baden-Württembergs Verfassungsschützer wussten deutlich früher als bisher bekannt, dass eine ihrer V-Personen Mitglied des rassistischen Ku Klux Klan (KKK) war.

Stuttgart - Baden-Württembergs Verfassungsschützer wussten deutlich früher als bisher bekannt, dass eine ihrer V-Personen Mitglied des rassistischen Ku Klux Klan (KKK) war. Ein Aktenvermerk, der den Stuttgarter Nachrichten vorliegt, belegt, dass die Polizeidirektion Schwäbisch Hall die Verfassungsschützer bereits am 24. März 1999 über eine Strafanzeige informierte.

In dem Vermerkt belastete ein Rechtsextremist den V-Mann Achim Schmid, ihn zu bedrohen und Mitglied des KKK zu sein. Ein Auswerter des Inlandsgeheimdienstes schrieb handschriftlich auf das Deckblatt des Faxes: „Bitte mit der Polizei Verbindung halten. Wenn sich der Sachverhalt bestätigt, wäre das meines Erachtens der erste Nachweis einer KKK-Gliederung im Bundesgebiet.“

Das Landesamt für Verfassungsschutz in Stuttgart räumte bislang ein, zunächst durch einen Eintrag in einem Internetforum auf die rassistischen Umtriebe seines Spitzels aufmerksam geworden zu sein. Der habe aber seine Mitgliedschaft im Ku-Klux-Klan geleugnet, als ihn sein V-Mann-Führer auf den Chateintrag angesprochen habe. Erst im September 2000 sei dann durch eine E-Mail der Polizei die Mitgliedschaft bestätigt worden. Zwei Monate später habe der Verfassungsschutz die V-Person abgeschaltet.

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