Das Grillverbot hat für eine Beruhigung der Lage am Max-Eyth-See gesorgt. Am 27. Juli wird es wieder aufgehoben. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner

Von Mitte Juni bis Ende Juli war Grillen am May-Eyth-See verboten. Die Polizei hat die Einhaltung des Verbots kontrolliert und jetzt erstmals Zahlen vorgelegt. Wie hat sich das auf die Parksituation ausgewirkt?

Wie Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann resümiert, habe es während der Zeit des Grillverbots am Max-Eyth-See keine Parkprobleme gegeben. Die Polizei liefert erstmals in diesem Jahr Zahlen von ihren Kontrollen, auch sie stellte keine Parkverstöße fest. Im Bereich der Stellplätze habe es noch Kapazitäten gegeben. Die Ordnungshüter haben zudem die Besucherinnen und Besucher gezielt auf das Verbot angesprochen. Auch dies habe sich herumgesprochen, sagte Bohlmann.

 

Polizei hat am 22. und 23. Juli kontrolliert

Wie Polizeisprecher Jens Lauer mitteilt, war die Polizei mit jeweils zwölf Beamten der Polizeireviers Zuffenhausen, unterstützt von Beamten des Polizeipräsidiums, am 22. und 23. Juli am Max-Eyth-See im Einsatz. Sie haben gemeinsam mit dem von der Stadt beauftragten Sicherheitsunternehmen zwischen 11 und 19 Uhr die Besucher kontrolliert. Das Ergebnis: Am Samstag hätten sich die Besucher weitgehend an die Verordnungen und ans Grillverbot gehalten. Es gab keine Falschparker. Der städtische Vollzugsdienst habe die Zufahrt an der Haltestelle Wagrainäcker überwacht. Es sei nicht zu Verstößen gekommen. 24 Radfahrer wurden auf das Fahrverbot hingewiesen. Zwei Grillwillige seien an der Schranke abgewiesen worden. Am Sonntag wurden rund 115 Radfahrer mündlich verwarnt. 18 Personengruppen hatten einen Grill dabei und wurden bereits am Zugang zum See auf das Verbot hingewiesen. Die Polizei hat mit rund 50 Bürgerinnen und Bürgern gesprochen. Das sei positiv aufgenommen worden, berichtet Lauer. Am Sonntag, dem 23. Juli, seien rund 500 Personen am See gewesen – und das trotz Nieselregens. Bezirksvorsteher Bohlmann sieht diese Zahl als sehr hoch an, angesichts der Wetterlage.

Bohlmann bilanziert, dass es in der Zeit des Grillverbots am See entspannter gewesen sei, auch die Besucherstruktur sei anders gewesen. Es seien an den Wochenenden auch Gruppen von Menschen da gewesen, die picknicken wollten. Dass den Besuchern am Eingang erklärt werde, dass sie nicht grillen dürfen, habe sich herumgesprochen, sagt Bohlmann. Es zeige sich: Grillende, Anlieferer und Radfahrer seien Bestandteil der kritischen Situation. Wie man mit dem Radfahren umgehen will, das sei nach wie vor ungeklärt. Die Vorschläge des Bezirksbeirats lägen noch bei der Verwaltung. Außerdem fehle noch die zweite Schranke an der Haltestelle Wagrainäcker.