Die evangelische Kirchengemeinde in Bad Cannstatt muss für die Sanierung ihres Sakralgebäudes viel Geld sammeln. Ihre Fundraising-Aktivitäten wurden nun ausgezeichnet.
Der zweite Preis der Kategorie Gesamtkonzept geht an die Kirchengemeinde Bad Cannstatt, die für die Sanierung der Stadtkirche 340 000 Euro sammeln muss. Das teilte Peter Dan, Sprecher der evangelischen Landeskirche Württemberg mit. Derzeit hat die Kirchengemeinde 130 752 Euro gesammelt, sie hofft auf weitere Spenden, sagt der Dekan Eckart Schultz-Berg. Es sei eine „Mammutaufgabe“ und zugleich das größte Kirchenrenovierungsprojekt seit der Renovierung der Stiftskirche in Stuttgart. Die Arbeiten seien im Zeitplan, erklärt der Dekan und sollen Ende 2024 fertig sein. Gerade wurde mit der Sanierung der Steine am Turm begonnen. Ein riesiger Kran wird das Turmgeländer abnehmen. Auch am Dach wird gearbeitet.
Vielzahl von Aktivitäten von Wette bis Broschüre
Die Gemeinde hat für die Spendensammelaktion ein Fundraisingteam eingerichtet, eine Spendensammlerin engagiert und sei mit einer Vielzahl von Aktivitäten kontinuierlich in der Öffentlichkeit präsent gewesen, sagt Dan. So gab es ein großes Fest als Kick-off, eine Broschüre für potenzielle Großspender, eine Wette und Baustellengespräche exklusiv für Spender. Außerdem seien in Geschäften Spendenhäuschen aufgestellt worden. Innerhalb eines halben Jahres kamen so 84 000 Euro zusammen.
„Wenn man Kirche in einem der größten Stadtteile ist, aber auch in einem der ärmsten, dann ist es herausfordernd, für die Sanierung einer riesigen Stadtkirche mindestens 340 000 Euro Spenden zu sammeln. Und man muss schon einen großen Strauß an Aktivitäten binden, um über die üblichen Verdächtigen hinaus neue Geberinnen und Geber zu gewinnen. So geschehen in Bad Cannstatt“, berichtet Dan. 19 000 Euro hatte die Aktion gekostet, deren Ertrag dann 84 000 Euro waren. Finanzdezernent Jörg Antoine gratulierte den Verantwortlichen zum Preis, der mit 800 Euro dotiert ist.